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Da kommt Freude auf: Den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau vollziehen Inwerk-Geschäftsführer Bernd Klingelhöfer und sein Team gemeinsam mit RP Christoph Ullrich, Bürgermeisterin Patricia Ortmann und weiteren Gästen.

Millionen-Investition

Büromöbelspezialist Inwerk baut in Biebertal

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Der Büromöbelspezialist Inwerk baut mit Blick auf Gleiberg und Vetzberg eine neue Zentrale: Multispace LAB-3 heißt das Projekt.

Biebertal (so). Das "LAB-3 ist ein neuer Meilenstein in der 20-jährigen Unternehmenshistorie", ist Geschäftsführer Bernd Klingelhöfer stolz. Und erklärt die Standortwahl Biebertal mit Blick auf die Lage: "Abseits städtischer Betriebsamkeit können Ideen einfach besser sprießen. Und unsere Mitarbeiter haben eine stressfreie Anfahrt und schönere Büros als in der Stadt."

Fertig im Herbst 2020

Bereits in einem Jahr soll das "LAB-3" fertiggestellt sein, in dieser Woche haben die Erdarbeiten begonnen. Inwerk baut auf einem rund 12 500 Quadratmeter großen Grundstück am Rand von Rodheim im Gewerbegebiet ein 2500 Quadratmeter großes zweigeschossiges Gebäude. Die Stahl- und Glaskonstruktion soll eine einzigartige Charakteristik bekommen, die keinem anderen Bürogebäude vergleichbar ist, wirbt das Unternehmen. Verwirklicht wird in dem Bau eine sogenannte Multispace-Büroform mit einer Kombination von offenen Arbeitszonen und geschlossenen Büroraum-Systemen. Möglich wird dies durch den Verzicht auf Innenwände, so dass je nach Bedarf geplant und umgestaltet werden kann.

Antwort auf digitalen Wandel

Klingelhöfer: "Das Inwerk-Multispace-Konzept beinhaltet ausschließlich von uns selbst entwickelte Einrichtungssysteme und dürfte deutschlandweit einmalig sein". Er spricht von einer "Erfahrungswelt", in der Kunden erleben können, wie moderne Büros dauerhaft flexibel bleiben können. Der Clou: Kunden können in dem künftigen Co-Working-Space gerne für mehrere Tage arbeiten, um auszuprobieren, was zu ihren Bedürfnissen passt. Die Idee dabei: Der digitale Wandel der Arbeitswelt verlange neuen Formen der Arbeitsorganisation und damit auch neue Büro-Formen - ein Ansatz, den auch Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich in seinem Grußwort anlässlich des ersten Spatenstichs am Freitag aufgriff.

Seinen Markt findet Inwerk vornehmlich im Netz; rund 5000 Kunden werden da jeden Tag im Online-System gezählt.

Derzeit 30 Mitarbeiter in Biebertal

30 Mitarbeiter hat Inwerk derzeit in Biebertal am Rodheimer Burgblick. Der Neubau am anderen Ende des Dorfes bietet Raum für bis zu 60 Arbeitsplätze. Weiterer Standort von Inwerk ist Meerbusch bei Düsseldorf. Dort ist in einer alten Brauerei das "Forum für Bürokultur" entstanden, laut Unternehmensangaben die größte Büromöbelausstellung in Deutschland.

Nachdem ein interkommunales Gewerbegebiet im Gleiberger Land vorerst keine Chancen auf Realisierung hat, haben sich die Biebertaler Kommunalpolitiker vor mehr als einem Jahr auf den Weg gemacht, um mehr als 70 000 Quadratmeter Ackerland oberhalb des bestehenden Rodheimer Gewerbegebiets auf der Anhöhe hinter dem Gelände des Reit- und Fahrvereins sowie um Orion herum neu zu entwickeln. Inwerk ist dort das erste neue Unternehmen.

45 Millionen Euro Jahresumsatz

Inwerk wurde im Jahr 2000 gegründet und zählt heute zu den größten Fachhändlern und Objekteinrichtern. Kunden sind Unternehmen aus allen Branchen, öffentliche Einrichtungen, Freiberufler wie Ärzte, Anwälte und Architekten. Vom Schreibtisch bis zur Empfangstheke reicht das Sortiment, das die Produkte von rund 120 Herstellern umfasst. Inwerk hat eine eigene Produktentwicklung. Das Unternehmen berät zudem individuell in Einrichtungsfragen und plant Raumkonzepte. Der Jahresumsatz lag 2018 bei 45 Millionen Euro. (pm/so)

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