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Hier bröckelt die Bankette - Handlungsbedarf am Dünsberg.

Dünsberg

Sicherheitsgründe: Biebertal schränkt Zufahrt zum Dünsberg-Plateau weiter ein

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Die Schäden sind offensichtlich zu groß: Biebertal sperrt aus Sicherheitsgründen die Fahrstraße aufs Dünsberg-Plateau.

Biebertal (so). Der gemeinsame Pfingstgottesdienst der Biebertaler Kirchengemeinden in Gottes freier Natur auf dem Dünsberggipfel hat Tradition. Nur bei schlechtem Wetter wurde in den vergangenen Jahren in die Fellingshäuser Kirche ausgewichen.

Doch dieses Jahr muss der Gottesdienst am Pfingstmontag ungeachtet der Witterung im Tal stattfinden. Denn die Gemeinde hat die Zufahrtsstraße zum knapp 500 Meter Dünsberg-Plateau für Kleinbusse gesperrt. Aus Sicherheitsgründen. Aufgrund des desolaten Zustandes des Fahrwegs wird in diesem Jahr keine Auffahrtgenehmigung für die Kleinbusse erteilt, die ältere und gehbehinderte Besucher zum Gipfel bringen. Zwar ist der Weg zum Gipfel ohnehin nur für Fußgänger und Radler frei - mit Ausnahmen eben. Doch auch damit ist jetzt Schluss.

Zustand immer schlechter

Seit Jahren schon wird der Zustand der Straße immer schlechter - auch wenn diese nur von wenigen Fahrzeugen in der Woche genutzt wird: Etwa dem Wirt der Raststätte auf dem Plateau, Thorsten Scherer, und seinen Mitarbeitern.

Es sind wahrscheinlich Ausspülungen durch Regen, die für Abbrüche der Teerdecke sorgen. Besorgnis erregend vor allem an den Stellen, an denen die Straße oberhalb des Ostsporns dicht an einem steilen Abhang entlang führt. Zu groß die Angst, dass ein Auto oder Bus wegrutscht und Menschen zu Schaden kommen.

Handlungsbedarf

Hier ist Handlungsbedarf. Das weiß man auch im Biebertaler Rathaus. Bürgermeisterin Patricia Ortmann ist bereits im Austausch mit Harald Voll, dem Leiter des Forstamts Wettenberg. Denn auch für seine Forstwirte ist die Straße von Bedeutung.

Weiterer Ansprechpartner ist die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH als Betreiberin des großen Sendeturmes auf dem Gipfel. Den hat die Post dereinst dort hinstellen lassen; jetzt muss man schauen, was der Rechtsnachfolger dazu sagt.

Über 200 000 Euro Kosten?

Eine erste Kostenschätzung kommt zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde Biebertal einen Betrag jenseits der 200 000 Euro in die Hand nehmen muss, um die Schäden zu beseitigen. Das gibt der Gemeinde-Etat nicht einfach so her. Bürgermeisterin Ortmann denkt bereits über einen Nachtrag zum Haushalt nach, um das Geld bewilligt zu bekommen, wenn denn in diesem Jahr noch was gemacht werden soll.

70 000 Besucher jährlich

Dabei sind die Forstleute und der Dünsbergwirt beileibe nicht die einzigen, die den Weg auf den Berg nutzen, der ein beliebtes Ausflugsziel ist. Bereits vor einem Jahr - und erneut in diesem Frühjahr - hatte der Vorsitzende des Dünsbergvereins auf die Probleme hingewiesen. "Die Schlaglöcher werden immer tiefer, und in einigen Bereichen ist die Fahrstraße eine Schotterpiste", sagt Cenneth Löhr. Und appellierte an Gemeinde, Forst und Funkmastbetreiber, "endlich dafür zu sorgen, dass die Fahrstraße wieder in einen befahrbaren Zustand gebracht wird. Die jährlich rund 70 000 Besucher werden es Ihnen danken". Der Dünsbergverein will sich mit 20 000 Euro an den Kosten beteiligen.

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