Biebertal hofft auf Fördergeld

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Das vor mehr als 40 Jahren gebaute Biebertaler Hallenbad ist schon seit geraumer Zeit eines der Sorgenkinder der Gemeinde. Steter Zuschuss zum laufenden Betrieb, immer wieder anstehende Reparaturen oder Sanierungen, geringe Bereitschaft der Nachbarkommunen, sich finanziell zu engagieren.

Das vor mehr als 40 Jahren gebaute Biebertaler Hallenbad ist schon seit geraumer Zeit eines der Sorgenkinder der Gemeinde. Steter Zuschuss zum laufenden Betrieb, immer wieder anstehende Reparaturen oder Sanierungen, geringe Bereitschaft der Nachbarkommunen, sich finanziell zu engagieren.

Da richten sich die Augen aller hoffnungsvoll auf das Förderprogramm SWIM des Landes. In den kommenden Jahren werden 50 Mio. Euro ausgeschüttet. Bis 2022 sollen 10 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung stehen, um Hallenbäder und Freibäder in kommunaler Trägerschaft zu modernisieren oder gar neu zu bauen. Anders als bei dem vor rund zehn Jahren vom Land aufgelegten Programm "HAI", greift SWIM bei Hallen- und Freibädern. Biebertal will deshalb auf die Vorschlagsliste, die der Landkreis Gießen erstellt – bis zum 1. November 2018 sollen die Projekte eingereicht sein und es wird eine Priorisierung erfolgen. Die Förderung beträgt im Regelfall 30 Prozent der Kosten, maximal jedoch eine Million Euro.

Sanitärräume und Babybecken

Wollten die Biebertaler ihr Bad rundum erneuern, so wären voraussichtlich 2,9 Millionen Euro fällig. Das ist die grobe Kostenschätzung. Zugrunde liegt eine Berechnung des Sanierungsstaus vor nunmehr acht Jahren durch die Wiesbadener Fachfirma Balnea, die man fortgeschrieben und hochgerechnet hat. Selbst wenn es die volle Förderung gäbe, so wären dann immer noch mehr als zwei Millionen Euro von der Gemeinde zu stemmen.

Im Sportausschuss der Gemeindevertretung legte Bürgermeisterin Patricia Ortmann die Zahlen vor und benannte als vordringlichste "Baustellen" die Sanitärräume und das undichte Babybecken.

Allein dafür würden rund 640 000 Euro nötig, so die Kostenschätzung aus dem Bauamt im Rathaus.

Die Gemeindevertreter nahmen es erst einmal zur Kenntnis; ein Beschluss ist zu jetzigem Zeitpunkt noch nicht nötig.

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