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Biebertal fördert Fritz-Bauer-Institut

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Von: Rüdiger Soßdorf

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Biebertal (so). Die Gemeinde Biebertal wird Mitglied im Förderverein des Fritz-Bauer-Instituts. Das hat die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Elke Lepper mit breiter Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen einzig aus den Reihen der Freien Wähler.

Das Fritz-Bauer-Institut an der Frankfurter Universität ist eine unabhängige, zeitgeschichtlich ausgerichtete und interdisziplinär arbeitende Forschungs- und Bildungseinrichtung. Es untersucht und dokumentiert die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen - insbesondere des Holocaust - und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Das Institut trägt den Namen von Fritz Bauer (1903- 1968). Bauer war ab 1956 hessischer Generalstaatsanwalt und kämpfte für die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechern. Gregor Verhoff (CDU) begründete die Initiative in Biebertal. »Ehrenwert und gut« sei der Antrag, konzediert FW-Fraktionsvorsitzende Inge Mohr. Sie warb dafür, dass ein jeder für sich überlegen solle, ob er persönlich Mitglied werde. Und ein jeder könne in seinem Umfeld für Toleranz, Frieden und Vielfalt werben. Für die Gemeinde lehnen die Freien Wähler die Mitgliedschaft aber ab. Der Beitritt sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde und müsste bei einer etwaigen Haushaltskonsolidierung wieder gestrichen oder reduziert werden. Mohr plädierte dafür, die Mittel lieber für ortsansässige Vereine zu verwenden. Die Jahresmitgliedschaft im Förderverein der Fritz-Bauer-Stiftung kostet die Gemeinde 60 Euro.

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