»Belastung für die Jugendarbeit«

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Biebertal (pm). SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU wollen den Energiekostenbeitrag aussetzen, mit dem Vereine an der Nutzung gemeindlicher Einrichtungen beteiligt werden. Dies hatte die SPD bereits vor der Kommunalwahl im März angekündigt. In der Juli-Sitzung der Gemeindevertretung soll darüber beraten werden.

Den Energiekostenbeitrag für Vereine gibt es seit 2014. Er sollte dazu beitragen, den Energieverbrauch in Bürgerhäusern und Sporthallen zu senken und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Um aber zu sehen, ob es funktioniert, sollte vom Rathaus ein Bericht zur Umsetzung und Wirksamkeit vorgelegt werden. Darüber hinaus sollte festgestellt werden, wie hoch die Belastungen für die einzelnen Vereine sind. Denn insbesondere hallensporttreibende Vereine mit ihren Jugendmannschaften sind überproportional von den Zahlungen betroffen. »Der Energiekostenbeitrag ist damit kontraproduktiv für die Jugendarbeit der Vereine«, kritisiert die neue Mehrheit in der Gemeindevertretung.

Zudem solle abgefragt werden, in welchem Verhältnis der Aufwand der Vereine und der Gemeindeverwaltung sowie Ertrag für die Gemeinde und Nutzen für die Umwelt stehen.

Diese Evaluation, so beklagt nun der langjährige Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten Thomas Prochazka, sei aber nie richtig umgesetzt worden.

Gute und erfolgreiche Jugendarbeit wird durch die Abgabe »erheblich belastet«. Darüber hinaus stelle die Pandemie gegenwärtig alle Vereine, und zwar nicht nur die sporttreibenden, vor große, vor allem auch finanzielle Herausforderungen.

Um die aktuelle Situation für die Vereine nicht weiter zu verschärfen, soll der Energiekostenbeitrag bis zu einer abschließenden fundierten Evaluation ausgesetzt bleiben. Kommt diese Bewertung nicht, dann erwägen die Kooperationsfraktionen, den Energiekostenbeitrag ganz abzuschaffen.

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