Bauen mit Dünsberg-Blick

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Biebertal (so). Schneller soll es gehen und unterm Strich für die Kommune günstiger sein, wenn ein Investor ein neues Baugebiet entwickelt. Die Biebertaler wollen es ausprobieren und da ihre Erfahrungen sammeln. Die Gemeindevertretung hat unter Vorsitz von Elke Lepper in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit beschlossen, für das geplante Baugebiet "Dreispitz III" in Fellingshausen einen Erschließungsträger zu suchen. Der soll dann die Fläche entwickeln. Wer das sein wird, das ist noch offen. Die Gemeinde will ein Interessenbekundungsverfahren eröffnen, sodass sich mehrere Investoren und Projektierer bewerben können. Ein erster Vertragsentwurf ist erarbeitet, und soll weiter ausgearbeitet werden.

Geplant sind rund 45 bis 50 Bauplätze zwischen 450 und 700 Quadratmetern Größe auf den Feldern im Westen von Fellingshausen an der Landstraße nach Bieber. Ob dort vornehmlich Einfamilienhäuser entstehen oder auch Doppelhaushälften und Reihenhäuser, das ist noch nicht entschieden. Klarer Wunsch der Gemeindevertreter aber auch, so war es bereits in den Beratungen im Haupt- und Finanzausschuss zu vernehmen: Die Quadratmeterpreise sollen "moderat" sein.

Anbindung an die Straße nach Bieber

Wichtig ist zudem, so das Signal der Kommunalpolitik, dass der Verkehr vornehmlich auf die Kreisstraße gelenkt wird. Um eben den Hohlgarten und die Beu in Fellingshausen nicht noch weiter zu belasten. Eine Studie zur Erschließung ist in Arbeit.

Was die Vergabe der Grundstücke angeht, so soll dann, wenn sie erschlossen sind, auf die Liste der Bauwilligen respektive Interessenten zurückgegriffen werden, die im Rathaus geführt wird. Dort sind derzeit rund 40 potenzielle Bauherren und -frauen verzeichnet.

Eine Anregung des SPD-Gemeindevertreters Thomas Prochazka: Bei der Vergabe respektive Zuteilung der Grundstücke sollten Biebertaler bevorzugt behandelt werden.

Inwieweit konkrete Vergabekriterien und -richtlinien vorhanden sind oder entwickelt und zugrunde gelegt werden, das ist in der vergangenen Woche noch nicht Gegenstand einer vertiefenden Erörterung gewesen. In anderen Kommunen, etwa in Heuchelheim oder Linden, hat man damit in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht,

Weiteres Signal der Gemeindevertreter: Es soll auch in den anderen Biebertal-Dörfern Bauland erschlossen werden. Kleinere Arrondierungen bestehender Bebauung sollen möglich sein. Dazu soll eine Prioritätenliste erarbeitet werden.

Die letzten großen Baugebiete in Biebertal sind in Rodheim erschlossen worden. Der "Burgblick" mit mehreren Dutzend Grundstücken ging weg wie das sprichwörtliche geschnittene Brot.

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