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Arbeit unter psychischem Druck

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Von: Volker Mattern

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Bei der Übung der Wehren Fellingshausen und Krofdorf-Gleiberg wird eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug befreit. © Volker Mattern

Biebertal (m). Ein Auto liegt auf dem Dach, das zweite unfallbeteiligte Fahrzeug steht stark beschädigt daneben. In beiden Autos sind Verletzte, in einem eine eingeklemmte Person. Eine gespenstische Szenerie, ausgeleuchtet mit Lichtmasten und einem »Powermoon«.

So stellte sich die Ausgangslage einer gemeinsamen Übung der beiden Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr aus Fellingshausen und Krofdorf-Gleiberg dar.

Nur eine Übung, und doch ist die Realität nie weit entfernt. Wie oft schon mussten beide Wehren zu Unfällen ausrücken, die auf der viel befahrenen Landesstraße L 3047 zwischen Krofdorf-Gleiberg und Frankenbach in den vielen Jahren seit ihrer Inbetriebnahme passierten - und mehr als einmal gab es dabei Tote zu beklagen.

Schwere Geräte

Es ist wichtig, schnell und gezielt Hilfe leisten zu können. Deshalb sind solche groß angelegten Übungen wie diese technische Hilfeleistungsübung auch zweckdienlich. 25 Feuerwehrleute, darunter fünf Frauen, waren an der Übung beteiligt.

Das Regiebuch sah vor, dass die Feuerwehr Fellingshausen mit dem Löschfahrzeug 8 und dem kürzlich neu übergebenen Mannschaftsbus zur Unfallstelle ausrückte und eine Lagemeldung an die Leitstelle absetzte.

Zwei Rettungswagen - die allerdings nur fiktiv - wurden zur Unfallstelle beordert. Die Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg verstärkte die Hilfs- und Rettungskräfte.

Den Feuerwehrleuten aus Fellingshausen waren die Erstversorgung der verletzten Fahrzeuginsassen, der Brandschutz, die Absicherung der Unfallstelle und die Stabilisierung des umgekippten Fahrzeugs zugedacht. Die nicht eingeklemmte Person wurde zügig gerettet und an den Rettungsdienst übergeben.

Die Kameradinnen und Kameraden aus Krofdorf-Gleiberg übernahmen die Befreiung der eingeklemmten Person. Eine körperlich schwere Arbeit, denn die zum Einsatz kommenden Gerätschaften wie Schere und Spreizer müssen bei ihrem Gewicht von jeweils 25 Kilogramm auch noch technisch sauber verwendet werden - alles natürlich unter dem hohen psychischen Druck, Menschenleben zu retten.

Ein weiterer Trupp stellte parallel mit dem Tanklöschfahrzeug den Brandschutz sicher. Die Übung fand in der Industriestraße statt. FOTO: M

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