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44 Paten kümmern sich um 51 Krippen

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Von: Volker Mattern

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Emma Marie und ihr Cousin Lio Josh sind stolz auf die Krippe, die sie mit ihrer Oma gebaut haben. © Volker Mattern

Biebertal (m). Auf Kinderpunsch und Glühwein sowie auf Treffen von Gruppen an der Getränkestation am Sportplatz in geselliger Runde muss auch in diesem Jahr coronabedingt wieder verzichtet werden, ebenso auf die Fackelwanderung. Dennoch: Krippenvater Friedel Winter kann sich auf seine Mitstreiter verlassen. 44 Krippenpaten folgten seinem Aufruf, dem Krippenweg - es ist inzwischen der 13.

- doch wieder seinen Charme zu geben und somit etwas Licht und Freude in einer schwierigen Zeit zu spenden. Inoffiziell also, aber mit dem Segen des Forstes und der Gemeinde, stehen im Fellingshäuser Wald, entlang der bekannten, etwa zwei Kilometer langen Rundstrecke zwischen Waldsportplatz und Sandkaute, insgesamt 51 Krippen.

Besonders stolz ist der Ideengeber über zehn neue Krippenpaten, darunter erstmals sogar der Hessischen Rundfunk hr4, über den Friedel Winter kürzlich im Radio zu hören war. Das war eigentlich schon lange der Wunsch von Friedel Winter, nicht mehr alles alleine machen zu müssen, zumal er auch gesundheitlich nicht mehr diese Mammutaufgabe leisten kann, wie noch vor wenigen Jahren. Damals hat er schon Wochen vor der Adventszeit bis zu 70 Krippenstandorte vorbereitet, war mehr im Wald als zu Hause anzutreffen und drehte ungezählte Runden, um an allen Krippen die Teelichter anzuzünden. Das übernehmen nun die Paten, so wird der Fellingshäuser Krippenweg individueller, und jede einzelne Krippenstation trägt die Handschrift ihres Krippenpaten. Inzwischen sind sie nahezu alle bestückt und geschmückt. Das Grundgerüst war großteils noch vorhanden, und hier und da hat der Krippenvater noch mal etwas Hand angelegt sowie drei zusätzliche Standplätze eingerichtet. Nun konnte mit den eigentlichen Dekorationsarbeiten begonnen werden. Kürzlich hatte Friedel Winter noch mal zu einem Rundgang eingeladen, nachdem er allen Paten ihren jeweiligen Standort vorab mitgeteilt hatte. Bei der Gestaltung der Krippen ist freie Hand gegeben, bis auf wenige Ausnahmen: Dem Krippenvater ist es wichtig, dass bei der Beleuchtung kein elektrisches oder künstliches Licht verwendet wird. Nur Teelichter - so wie es von Anfang an war - dürfen aufgestellt werden. Das ist mit etwas Arbeit und Verpflichtung verbunden, denn wer möchte, dass seine Krippe auch hübsch illuminiert ist, muss die Lichter anstecken.

Ein Rundgang ist ab Sonntag, 5. Dezember, jederzeit möglich und empfehlenswert, insbesondere für Familien mit Kindern. Am 10. Januar sollSchluss sein.

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