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Bewegung im Industriegebiet Queckborn

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Grünberg (tb). Das Industriegebiet Queckborn (Foto) hat seine beste Zeit schon lange hinter sich: 1964 hatte ein örtlicher Zimmerer und Treppenbauer eine neuartige Holz-Stahl-Konstruktion entwickelt. Die nach den Firmeneignern benannte »Jäger-Treppe« stieß rasch auf eine immense Nachfrage. Wie in der Dorfchronik nachzulesen, produzierte Jäger & Sohn bereits 1966 rund 600 Treppenläufe.

Im Industriegebiet nahe der Äschersbach entfaltete sich rege Bautätigkeit, es entstanden mehrere Hallen, ein Sägewerk und Bürogebäude. Bald ein Dutzend Niederlassungen in der Bundesrepublik und Österreich zeugten vom Erfolg der Queckbörner »Erfindung«. Allein in dem Grünberger Stadtteil, schätzt der langjährige Ortsvorsteher Manfred Heßler, dürften 700 bis 800 Menschen Lohn und Brot gefunden haben. Vor 31 Jahren aber kam das Aus, musste Jäger Insolvenz anmelden. Mit dem Unternehmen Kleinmann wurde ein Nachfolger gefunden, doch machte der Treppenbauer 1998 ebenso Konkurs, standen weitere Gebäude leer.

In den folgenden Jahren fanden diese neue Eigentümer, die mal länger, mal kürzer blieben.

In jüngster Zeit aber gibt es »positive Signale«, wie es Heßler formuliert. Nicht anders sein Nachfolger, Wilhelm Zoll, von 2016 bis zu diesem Frühjahr Ortsvorsteher von Queckborn. Schon vor längerer Zeit haben sich danach - neben kleineren Firmen etwa aus der Baubranche - zwei Feinmechanik-Betriebe angesiedelt. Zuletzt kamen nun ein Baggerverleih sowie ein Unternehmen für Holzverarbeitung und -handel hinzu. Letzteres hat dafür gesorgt, dass auch eine der großen Hallen aus dem ehemaligen Jäger-Bestand wieder mit Leben gefüllt wurde. FOTO: HENSS

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