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Betrüger erbeuten fast 25 000 Euro

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Von: Redaktion

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Gießen/Lich (pm). Es gibt viele Facetten der Betrügereien via Telefon. Und Opfer sind nicht immer nur Seniorinnen und Senioren, es trifft auch jüngere Menschen. Wie geschickt die Betrüger vorgehen, zeigt ein Fall, bei dem eine 28 Jahre alte Licherin fast 25 000 Euro verlor.

Der Betrüger gab sich als Bankangesteller aus und telefonierte Ende August nahezu viereinhalb Stunden mit der Frau. Das Display ihres Handys zeigte die ihr bekannte, richtige Rufnummer ihres Kreditinstituts an. Der Anrufer klang relativ jung, sprach deutsch ohne Akzent oder Dialekt. Er kannte nicht nur die Mobilfunknummer, sondern auch die »Hausbank« seines Opfers und sogar deren Zugangsmöglichkeit zum Online-Banking, wobei sich bislang nicht nachvollziehen ließ, woher er diese Daten hatte.

Aufgrund dieser Kenntnisse, des sehr eloquenten Auftretens und der vertrauenserweckenden Gesprächsführung schöpfte das Opfer keinen Verdacht. Der Anrufer gab ihr dann zu verstehen, dass man wegen einer akuten Bedrohung ihres Kontos durch eine Unbekannte sofort Schutzmaßnahmen ergreifen müsse.

Für diese Schutzmaßnahmen und zur angeblichen Verifizierung bedürfe es der Übermittlung von Transaktionsnummern (TAN) ihres TAN-Generators. Da das ahnungslose Opfer mehrere TAN übermittelte, gelangen dem Betrüger mehrere Überweisungen mit einem Gesamtbetrag von fast 25 000 Euro. Als das Opfer am nächsten Tag Kontakt mit tatsächlichen Mitarbeitern ihrer Bank hatte, fiel der Betrug auf. Zu der Zeit war das Geld schon abgehoben und unwiederbringlich weg.

Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Mitarbeiter von Bankinstituten oder seriösen Unternehmen fragen am Telefon niemals nach persönlichen Daten, ganz sicher nicht nach Kontonummer, Geheimnummern oder TAN.

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