Betonsanierung als dickster Brocken

  • Thomas Brückner
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Grünberg/Mücke(tb). Eine Abwasserreinigung, die den Anforderungen des Gesetzgebers respektive des Umweltschutzes gerecht wird, gibt es nicht zum Nulltarif. Und so muss der Abwasserverband Ohm/Seenbach auch im neuen Jahr kräftig investieren.

Gemäß dem Haushalt 2021, soeben von der Verbandsversammlung verabschiedet, sind Maßnahmen für insgesamt 809 500 Euro geplant. Finanziert werden die mit Landeszuschüssen, erwartet werden rund 170 000 Euro, sowie mit Krediten in Höhe von rund 540 000 Euro. Größter Brocken im Finanzplan ist die Betonsanierung des zweiten Beckens vor der Kläranlage Nieder-Ohmen. Als bezuschusste Maßnahme steht des Weiteren der Austausch der Belüfter hin zu energetisch günstigeren Elementen an. Umplanungen für das Pumpwerk in Bernsfeld und die Kläranlage Groß-Eichen stehen ebenso auf der Agenda wie der Einbau eines Lamellenabscheiders im Stauraum Sellnrod.

Neben dem Ausblick aufs neue stand die Bilanz des alten Jahres auf der Tagesordnung der Versammlung im Rathaus Grünberg. Verbandsvorsteher Frank Ide legte dabei den Fokus auf Folgen der Pandemie. So wurde im März auf Notbetrieb umgestellt, wird inzwischen zeitversetzt gearbeitet, um Begegnungen zu minimieren. Baulich stand das Jahr im Zeichen der ersten Betonsanierung des Nieder-Ohmener Regenbeckens. Wegen Wetterunbilden konnte der Auftrag erst im November abgewickelt werden. Der Kostenrahmen habe dennoch eingehalten werden können.

Als zweites großes Sanierungsprojekt wurde das Pumpwerk auf der Anlage in Lumda umgerüstet, mit neuen Maschinen ausgestattet und neuer Elektrotechnik versehen.

Wie Verbandsgeschäftsführerin Sabine Bork auf Nachfrage erklärte, bereiten ihr höhere Anforderungen an die Abwasserreinigung aktuell kaum Kopfzerbrechen. "In unserer Größenordnung gibt es derzeit nur die Einhaltung eines sehr niedrigen Phosphatwertes, bislang nur Hessen gefordert." Andere Stoffe, wie Arzneimittel, Mikroplastik oder Antibiotika, aber müssten künftig in Anlagen von über 50 000 Einwohnergleichwerten abgebaut werden. Nicht aber bei Anlagen unserer Größenordnung."

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