Besuchsverbot in Gemeinschaftsunterkünften

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(so). Zu Hause bleiben ist die zentrale Lösung dieser Tage. Um eben den direkten Kontakt auf das Allernotwendigste zurückzufahren und so die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Wie sieht es aber dort aus, wo Menschen zusammenleben müssen, obwohl sie dies in dieser Form mutmaßlich gar nicht wollen? Wie sieht es aus in den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete? Menschen dort teilen sich etwa die Nutzung von Küchen und Bädern.

Der Landkreis Gießen hat so weit möglich Vorkehrungen zum Schutz vor Corona getroffen. "In den Gemeinschaftsunterkünften sind mehrsprachige Aushänge zu Hygiene- und Verhaltensregeln angebracht", sagte Kreis-Sprecherin Louisa Wehlitz auf Anfrage dieser Zeitung.

Alle Gemeinschaftsunterkünfte werden zudem durch die Sozialarbeiter zweimal in der Woche zu festen Zeiten aufgesucht. Diese Sozialarbeiter sind für alle Fragen der Bewohner ansprechbar. Darüber hinaus sei eine telefonische Kontaktaufnahme immer möglich, sagt Wehlitz.

Bereits seit dem 17. März gilt zudem ein "Betretungsverbot" für die Gemeinschaftsunterkünfte des Landkreises. Das heißt, die Gemeinschaftsunterkünfte dürfen nur noch von dort wohnenden Personen betreten werden sowie von Personen, die beruflich in den Häusern zu tun haben, etwa Hausmeister oder Sozialarbeiter.

Zudem zieht niemand neu in die Häuser oder Wohnungen ein; Neubelegungen sind ausgesetzt. Die Gemeinschaftsunterkünfte sind laut Kreis im Schnitt etwa zur Hälfte belegt, sodass die Bewohnerzahlen vor dem Hintergrund einer möglicherweise zu dichten Belegung nicht weiter reduziert werden müssten, so die Einschätzung der Behörde.

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