Frisch vom Feld zum Kunden: Der Einkauf direkt beim Bauern oder beim Hersteller lohnt sich. FOTO: PM
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Frisch vom Feld zum Kunden: Der Einkauf direkt beim Bauern oder beim Hersteller lohnt sich. FOTO: PM

Am besten beim Hersteller

  • vonRedaktion
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Viele Menschen kaufen regionale Lebensmittel, da sie die Erzeuger vor Ort und somit die regionalen Landwirte stärken wollen. Sie schätzen zudem den Geschmack und die Frische von Obst und Gemüse, das in der Saison reif geerntet wurde. Die Lebensmittel gelangen auf kurzen Transportwegen zum Handel und damit zu den Verbrauchern und stellen so für die Kunden eine Möglichkeit dar, klimaschonend einzukaufen.

Der Kauf von Lebensmitteln aus der Region kann auch zur Landschaftspflege beitragen, zum Beispiel, wenn die Bauern ihre Rinder auf ausgedehnten Weideflächen grasen lassen oder Streuobstwiesen pflegen. Hierbei kann dann zwar die CO2-Bilanz je nach Saison auch mal schlechter ausfallen, dafür gibt es Zusatznutzen durch Insekten- und Tiervielfalt auf diesen Flächen.

Lebensmittel aus der Region sind frisch und umweltfreundlich. Beim Kauf sollte man allerdings aufpassen, nicht auf vorgetäuschte Regionalität hereinzufallen.

Das Wichtigste in Kürze:

• Der Begriff "Region" ist gesetzlich nicht geschützt. Beim Einkauf regionaler Lebensmittel ist es deshalb ratsam, immer genau zu fragen, wofür die Angabe "regional" steht.

• Vorsicht: Nicht von unbestimmten Werbebegriffen wie "aus der Region" oder "von hier" täuschen lassen!

• Empfehlung: Auf konkrete Regionsangaben wie Hessen, Rheinland, Uckermark oder Markgräflerland achten oder direkt beim Bauern kaufen.

• Wer saisonale Lebensmittel aus der Region oder am besten direkt beim Hersteller kauft, bekommt Frische und Geschmack, unterstützt lokale Produzenten und tut etwas für den Klima- und Umweltschutz.

Im Hofladen, auf dem Wochenmarkt, in Bauernläden in der Stadt oder mit einer Abo-Gemüse-Kiste kann man Lebensmittel direkt vom Erzeuger kaufen. Viele Produkte stammen in der Saison direkt vom Hof. Bauern oder Händler können Auskunft geben, wie die Produkte angebaut werden, etwa im Freilandbau oder im Treibhaus. Kunden sollten nachfragen, woher die Lebensmittel stammen, da auf Wochenmärkten, in Hofläden oder in den Gemüsekisten nicht nur selbst angebaute Lebensmittel, sondern für ein vollständiges Sortiment auch vom Großmarkt zugekaufte Produkte angeboten werden.

Wer Obst und Gemüse direkt beim Erzeuger kauft, hat die Möglichkeit, auch "anders" geformte Produkte zu bekommen - die zweibeinige Möhre, besonders dicke oder besonders kleine Kartoffeln oder Birnen mit dickerer Haut. Solche Lebensmittel mit äußerlich kleinen Makeln werden vom Lebensmitteleinzelhandel oft abgelehnt, da sie nicht den Vorgaben des Handels entsprechen. Dabei schmecken sie genauso gut - und der Landwirt muss sie nicht vernichten.

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