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Bei plötzlichem Herzstillstand

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Von: Redaktion

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Dieter Mackenrodt (l.) und Ulrich Lany mit dem Defibrillator. © pv

Gießen (pm). Plötzlicher Herztod - eine Gefahr, die man gedanklich häufig weit von sich wegschiebt und gern einer Personengruppe zuschreibt, die jenseits der 80 ist. Wie real die Gefahr ist und dass es sich hier nicht nur um ein Gesundheitsrisiko handelt, das ausschließlich ältere oder bereits vorerkrankte Menschen betrifft, wurde durch den Zusammenbruch des Dänischen Fußball-Nationalspielers Christian Eriksen deutlich.

Ein automatischer externer Defibrillator im Wert von 1600 Euro ist ab sofort im Vereinshaus des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung stationiert. Die Anschaffung des elektronischen Lebensretters war dem größten hessischen Jagdverein wichtig. Vorsitzender Dieter Mackenrodt übergab gemeinsam mit Vereinsmitglied Dr. Ulrich Lany und Vorstandskollegen das Gerät nun offiziell. Das Gerät ist das erste dieser Art, dass vom Jagdverein Hubertus finanziert wurde. Um Berührungsängste abzubauen, wurde eine erste Einweisung von Lany sowie Daniel Kistler von der Firma Keil und Kistler aus Linden durchgeführt.

»Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitglieder und Besucher ist uns ein hohes Gut. Daher war es für uns eine Ehrensache, der Empfehlung von Dr. Lany zu folgen und einen solchen kleinen Retter anzuschaffen«, sagte Mackenrodt. Bei der Einweisung wurden bereits 15 Mitglieder in der Anwendung geschult, weitere werden folgen. Das Gerät ist aber generell so ausgelegt, dass es von jedem ohne Einweisung und vorherige Kenntnisse verwendet werden kann. Eine Fehlbedienung ist dabei so gut wie ausgeschlossen, da das Gerät nur auslöst, wenn es beim Patienten keinen Herzschlag mehr messen kann.

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