Gut bedeckt aus gutem Grund

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Mal selbst genäht und kunterbunt, mal hellgrün und nüchtern medizinisch: Masken gehören seit einigen Monaten zum Alltagsbild. Das Land Hessen hält an der Maskenpflicht für Einzelhandel, Bus und Bahn vorerst fest, auch der Landkreis Gießen hat das Tragen von Masken für den Besuch in seinen Verwaltungsgebäuden vorgeschrieben.

Das Kreisgesundheitsamt weist auf die Wichtigkeit des Tragens von Masken in bestimmten Situationen hin. "Für viele ist es gerade an heißen Tagen unbequem und störend, eine Maske zu tragen. Aber es gibt weiterhin gute Gründe dafür", sagt Landrätin Anita Schneider.

Zu stickig, zu umständlich, einfach im Weg - wer das Tragen einer Maske nicht gewöhnt ist, dem fällt der Umgang damit oft schwer. "Studien zeigen aber, dass die Mund-Nasen-Bedeckungen ganz offensichtlich zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronavirus beitragen können", sagt Schneider.

So hatten Wissenschaftler in einer Studie die Verläufe der Pandemie in verschiedenen Ländern in Zusammenhang mit dem Tragen von Masken untersucht, Mitte Juni berichtete das Ärzteblatt darüber.

Mund-Nasen-Schutz richtig verwenden

"Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die frühe Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Zahl der Covid-19-Erkrankungen zurückging", erklärt Dr. Anja Hauri, Leiterin des Sachgebiets Hygiene im Kreisgesundheitsamt. Dies war in asiatischen Ländern der Fall. In Japan beispielsweise gilt es ohnehin schon lange als gute Umgangsform, bei einer Erkältung Mund und Nase zu bedecken, um andere Menschen vor Ansteckung zu schützen.

"Wirksam sind Masken als Beitrag zur Reduzierung eines Ansteckungsrisiko aber nur dann, wenn sie richtig angelegt werden und Mund und Nase bedecken", sagt Hauri. Daher sei es weder sinnvoll, die Maske nur unter der Nase zu tragen, noch entspreche es der Corona-Verordnung.

"Überall, wo Menschen sich begegnen, halten Masken einen Teil der feinsten Tröpfchen aus den Atemwegen zurück, die sich beim Sprechen in der Umgebung verteilen. So wird auch das Risiko niedriger, dass sich Erreger verbreiten."

In Bereichen mit Maskenpflicht - wie im Einzelhandel - sind etwa für das Verkaufspersonal nur dann Ausnahmen der Maskenpflicht möglich, wenn es eine geeignete Trennvorrichtung gibt. Allein das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern reicht nicht aus. Dies hat der Landkreis auch in seiner zuletzt verlängerten Allgemeinverfügung festgehalten.

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