Hinter der Kita Mäusenest entsteht ein Erweiterungsbau zur Betreuung von 24 Kindern unter drei Jahren. FOTO: SO
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Hinter der Kita Mäusenest entsteht ein Erweiterungsbau zur Betreuung von 24 Kindern unter drei Jahren. FOTO: SO

Bald 24 neue Plätze im "Zwergenland"

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg(so/pm). Die Gemeinde Wettenberg erweitert das Angebot zur Kinderbetreuung in Launsbach mit einem Neubau um zwei Krippengruppen. Im kommenden Jahr sollen die zusätzlichen 24 Krippenplätze zur Verfügung stehen, teilte Bürgermeister Thomas Brunner mit.

Nötig wird die Erweiterung wegen steigender Kinderzahlen. Brunner: "Gerade Launsbach hat seit einigen Jahren eine sehr erfreuliche Geburtenentwicklung". Der Neubau auf dem Areal oberhalb des Kindergartens, quasi hinter dem Bürgerhaus, soll den Namen "Zwergenland" tragen und wird organisatorisch an die Kita "Mäusenest" angedockt. So werden dann in Launsbach unter der fachlichen Leitung von Anita Stork und ihrem Team sieben Kita-Gruppen (inklusive der Waldgruppe) zur Verfügung stehen.

Der Neubau in Launsbach ist laut Brunner die nächste Stufe zur deutlichen Ausweitung und Verbesserung der Kinderbetreuung in Wettenberg, nachdem das Familienzentrum Wiesenhaus in Wißmar im Jahr 2018 für rund 3,15 Millionen Euro gebaut wurde.

Mehr Geburten

Der aktuelle Neubau in Launsbach hat 350 Quadratmeter Gesamtnutzfläche und erfolgt nach den neuesten Qualitätsrichtlinien des Landkreises Gießen. Die Baukosten sind mit 1,2 Millionen Euro inklusive Außenanlage kalkuliert. Die zeitliche Planung in Launsbach ist so ausgelegt, dass die Hochbauarbeiten zum Jahresende beendet werden. Aktuell haben die Fachhandwerker mit dem Ausbau vor Ort begonnen.

Damit die Belange der Inklusion gewahrt werden, ist das Gebäude barrierearm gestaltet und bei der Gestaltung der Außenanlagen werden die Belange von Menschen mit Handicap ebenfalls berücksichtigt. In den vergangenen zehn Jahren hat die Gemeinde Wettenberg über 6,8 Millionen Euro alleine in den Ausbau und die Sanierung ihrer Kindertagesstätten investiert, bilanziert Brunner mit Blick auf seine Amtszeit.

Die Kita "Mäusenest" in Launsbach war vor sieben Jahren grundlegend saniert und erweitert worden. 1,2 Millionen Euro hat die Gemeinde als Träger seinerzeit investiert, 150 000 Euro Förderung steuerte der Landkreis bei, denn in der neuen Mensa der Tagesstätte sollten auch die Kinder der benachbarten Launsbacher Grundschule verpflegt werden. Auch die Waldkita-Kinder bekommen dort ihren Mittagstisch. Seinerzeit gab es eine komplette energetische Sanierung des Gebäudes inklusive eines neuen Daches, neue Haustechnik, neue Böden und Bäder sowie einen separaten Wickelraum, um die Kita U3-tauglich zu machen. Die Nutzfläche wuchs um knapp 200 auf 820 Quadratmeter.

Doch die Entwicklung in Launsbach holte - wie fast überall - die Kommune schneller ein als gedacht. Neben gestiegenen Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren gab es Zuzug durch das junge Wohnviertel hinter dem Dorf. Aber vor allem: Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ist rasant angewachsen. Wenn die Erweiterung in Launsbach abgeschlossen ist, steht der Neubau der Krofdorfer Kita Finkenweg an. Da läuft derzeit ein Architektenwettbewerb.

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