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Auf einer Fläche von drei Hektar wurde seit Dezember bereits entlang des Bahndamms in Großen-Linden gerodet. 

Baumfällarbeiten

Bahndammsanierung in Linden: 250 weitere Bäume müssen fallen

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Die Arbeiten zur Sanierung des Bahndamms in Großen-Linden beginnen. Auf der östlichen Seite sollen dafür 250 weitere Bäume gefällt werden.

Seit Dezember bereits wird die Sanierung des Bahndamms in Großen-Linden vorbereitet, auf einer Fläche von drei Hektar wurden Bäume gerodet. Nun geht es kommende Woche mit der Freilegung von Kabeln weiter, im Sommer starten dann die schwereren Arbeiten. Am Montag wurde bekannt: 250 weitere Bäume werden fallen.

Auf der östlichen Seite des Bahndamms waren die Bäume zunächst verschont worden, weil man gedacht habe, man könne hier auf eine Rodung verzichten, sagte eine Bahnmitarbeiterin. Nun aber müsse man die Bäume zwischen dem alten Fußgängertunnel und dem neuen Viadukt doch fällen.

Infoveranstaltung im April

Kurz vor Ostern Anfang April soll die genaue Planung der Arbeiten feststehen. Dann wird es auch einen Termin in den Ratsstuben geben, bei dem die Bahn den konkreten Ablauf der Sanierung noch einmal vorstellt und Bürger Fragen stellen können.

Bäume am Bahndamm müssen laut einem Vertreter der Deutschen Bahn gefällt werden, weil die Arbeitsgeräte eine Schwenkfläche von acht Metern bräuchten. Nach der Sanierung würden Bäume aber wieder neu gepflanzt. Als Ausgleichsfläche wird außerdem ein Areal an der Rindsmühle renaturiert.

Zahlen verdeutlichen, in welchen Dimensionen in Linden eine Großbaustelle entsteht: 10 500 Kubikmeter Boden werden abgetragen, Stahlträger mit einem Gewicht von 500 Tonnen werden eingesetzt, für die Arbeiten sind anderthalb Jahre veranschlagt.

Die Bahnstrecke bei Linden ist in einem miserablen Zustand, wie Bahn-Mitarbeiter Mohammad Sayahzadeh erklärt. Züge in Richtung Frankfurt müssen dort ihr Tempo aufgrund der Schäden momentan auf maximal 90 km/h drosseln, erlaubt wären eigentlich 160 km/h. "Der Untergrund ist das Problem", sagte Sayahzadeh.

Lindens Bürgermeister Jörg König spricht von "Absackungen". Auf einer Länge von einem Kilometer müssen daher am Bahndamm zwischen dem neuen Viadukt in Richtung des Fußgängerwegs die Flanken gestützt und aufgefüllt werden. Einige Oberleitungsmasten sind darüber hinaus schief und müssen erneuert werden.

Zeitplan bis 2021

Nahezu das komplette Jahr sollen die Arbeiten bis 15. Dezember andauern. Die Sanierung soll auf westlicher und östlicher Seite durchgeführt werden. Der Baustellenverkehr soll ausschließlich oben über das neue Viadukt geleitet werden. In einem zweiten Bauabschnitt zwischen dem 1. März und 31. Mai 2021 sollen Oberleitungen und Masten ausgetauscht werden.

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