Zuletzt war der Fahrer eines Lutus mit seinem Wagen auf der B276 verunglückt. 
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Zuletzt war der Fahrer eines Lutus mit seinem Wagen auf der B276 verunglückt. 

Neue Regelungen

B276: Veränderungen an Unfallschwerpunkt bei Laubach - Auch "Applauskurve" von Sofortmaßnahme betroffen

Auf der B276 zwischen Laubach und der Kreisgrenze in Richtung Schotten gelten bald neue Regelungen.

Laubach/Schotten - Die Straßenverkehrskommission, bestehend aus Mitgliedern der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Gießen, des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen der Polizei sowie von Hessen Mobil, hat die gesamte Beschilderung des Streckenabschnittes der B276 zwischen und Schotten überprüft und mehrere Schritte beschlossen, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen und die Strecke insgesamt sicherer zu machen.

So wurden die bereits geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen überprüft: Als Sofortmaßnahme hat die Verkehrskommission eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 Kilometer pro Stunde an den vier unfallträchtigsten Stellen beschlossen.

Darunter fällt auch die sogenannte „Applauskurve“ an der Kreisgrenze. In dieser Kurve sind bereits Ende 2015 aus beiden Fahrtrichtungen mehrere Rüttelstreifen quer zur Fahrbahn installiert worden. Als Ergebnis lässt sich dort feststellen, dass weiterhin Unfälle zu verzeichnen sind, aber die Schwere der Unfälle im Bereich des Rüttelstreifens erheblich gesunken ist. Um eine weitere Reduzierung der Unfallzahlen zu erreichen, wird die Geschwindigkeit in diesem Streckenabschnitt auf 60 km/h für alle Verkehrsteilnehmer abgesenkt.

Die Beschilderungen für diese neuen Geschwindigkeitsreduzierungen entlang der Strecke sollen bereits Mitte/Ende Mai aufgestellt werden.

In allen markanten Kurven dieser Strecke wird eine durchgezogene Mittelmarkierung aufgebracht. Es gilt somit an diesen Stellen Überholverbot. Zudem soll dies die gefahrenen Geschwindigkeiten weiter reduzieren. Diese durchgehende Mittellinie dient darüber hinaus als zusätzliche Orientierung, auch in den Kurven auf der "eigenen" Fahrbahnhälfte zu bleiben. In der langgezogenen Kurve westlich der Kreuzung B276/K141/K190 werden nun auch rot-weiße Kurvenleitelemente aus Kunststoff aufgestellt. Dies soll auf die dortige Streckenführung aufmerksam machen.

Besonders bei Motorradfahrern ist die B276 zwischen Laubach und Schotten ein beliebtes Ausflugsziel, wobei einige ihre fahrerischen Qualitäten unter Beweis stellen möchten – mit teilweise dramatischen Folgen. Zu beobachten ist dabei auch, dass von den Parkplätzen entlang dieser Strecke das schnelle Fahren und die riskanten Fahrmanöver der Motorradfahrer angefeuert werden. So hat sich der Streckenabschnitt der sogenannten "Kaiserbrücke" mit den dortigen Parkplätzen bedauerlicherweise zu einer neuen Applauskurve entwickelt. Diese Parkplätze werden daher zukünftig gesperrt, um diese Versammlungsmöglichkeiten zu unterbinden. Um die Unfallzahlen zu minimieren, wird auch in diesem Streckenabschnitt die Geschwindigkeit auf 60 km/h reduziert. Des Weiteren wird auch hier eine durchgezogene Mittelmarkierung aufgebracht, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu minimieren.

Als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird das sogenannte Baumschutzprogramm des Bundes, das der Bund den Ländern in Auftrag gegeben hat, in diesem Jahr auch auf diesem Streckenabschnitt der B276 umgesetzt. Der Bund hat in diesem Baumschutzprogramm erlassen, dass alle Bäume mit Schutzplanken abzusichern sind, die näher als 4,50 Meter von der Fahrbahn entfernt stehen. Bei Einzelbäumen wird ein extra hierfür getesteter Einzelbaumschutz mit abgerundeten Anfangselementen eingesetzt. In den Kurvenbereichen werden diese Schutzplanken zudem mit Unterfahrschutz als zusätzlichen Schutz für Motorradfahrer ausgestattet. Ziel dieses Programms ist, dass schwere Unfälle beim Abkommen von der Fahrbahn mit Schwerverletzten oder sogar Toten vermieden werden. An einigen Kurven hat Hessen Mobil bereits einen Unterfahrschutz an den Schutzplanken installiert. Ab diesem Sommer sollen die zusätzlichen Schutzplanken und der Unterfahrschutz montiert werden.

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