Ausgezeichneter digitaler Unterricht

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hüttenberg (pad). An der Gesamtschule Schwingbach gibt es Grund zum Jubeln: Beim »Schulpreis 2020 Digitaler Unterricht« holten die Hüttenberger in der Kategorie »Newcomer Digital« den ersten Platz.

Im Ausland, etwa Dänemark, ist digitaler Unterricht bereits seit Jahren Standard. In Deutschland hat das Thema jetzt vor allen Dingen infolge der Pandemielage mehr Aufmerksamkeit erhalten, dabei wurde der Nachholbedarf deutlich.

Jedoch geht es beim digitalen Unterricht um mehr als nur »Homeschooling«. Auch Schüler im Präsenzunterricht sollen von den digitalen Möglichkeiten profitieren. Der »PHYWE Schulpreis« möchte diese Entwicklung unterstützen und fördern.

Bei der Gesamtschule Schwingbach hatte man sich schon vor Corona Gedanken über eine bessere Nutzung der digitalen Möglichkeiten im Unterricht gemacht. So wurden die Schüler bereits im Umgang mit digitalen Lernplattformen fit gemacht. 64 iPads und zahlreiche Laptops standen für den Unterricht zur Verfügung, über die digitale Mediothek konnten die Schüler Videos und andere digitale Lernangebote nutzen. Da die Mediothek mit der Gemeindebücherei zusammenarbeitet, können auch Bürger der Gemeinde diese digitalen Medien nutzen.

Als sich im Februar 2020 die Pandemie ankündigte, wurden die Schüler noch einmal für den digitalen Unterricht nachgeschult, erinnert sich die stellvertretende Schulleiterin Elke Schäfer. Aufgaben wurden in den digitalen Räumen von IServ gestellt, die dann von den Schülern bearbeitet werden konnten.

Dieses vorausschauende Handeln zahlte sich aus: Im Lockdown konnte die Schwingbachschule zeitnah auf digitalen Unterricht umschwenken. Dazu nutzt sie die Plattform IServ, auf der unter anderem Videokonferenzen, ein Aufgabenmodul und ein Messenger verfügbar sind. Zudem erhielt jeder Schüler eine E-Mail-Adresse.

Damit solch ein Projekt funktioniert, braucht es ein engagiertes Kollegium, welches für die moderne Technik aufgeschlossen ist. Als IT-Beauftragte kümmerten sich Jens Hubert und Eike Holzinger um die Digitalisierung. An der Schule existieren zwei 3-D-Drucker. Direkt nach Beginn der Pandemie wurden diese ganz praktisch im Unterricht genutzt, um Maskenhalter zu drucken, berichtet die stellvertretende Schulleiterin.

Schäfer hofft auf einen Schub für den digitalen Unterricht auch nach der Pandemiezeit. So könnten etwa im naturwissenschaftlichen Bereich VR-Brillen zum Einsatz kommen. In einem digitalen Labor könnten die Schüler aus nächster Nähe Experimente beobachten.

Das Preisgeld von 1000 Euro will die Schule in die digitale Entwicklung stecken und unter anderem weitere digitale Messgeräte für den naturwissenschaftlichen Bereich anschaffen.

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