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"Ausgetickt" in Dornholzhausen

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Uhren müssen spuren" - Das ist nur einer der Slogans, mit denen die "Superuhr" alle anderen Uhren kontrollieren möchte. Alltagshektik, verrinnende Zeit und Stress: Die Uhren im Uhrenland haben es nicht leicht. Pausenlos marschieren sie auf und ab, angetrieben von der Superuhr und ihren Gehilfen. "Ich bin super, laufe super und habe alles super im Griff", lamentiert die "Superuhr" lautstark.

Am Sonntag tickte die Uhr im Bürgerhaus Dornholzhausen beim Kindermusical "Ausgetickt? Die Stunde der Uhren". Das unterhaltsame Stück aus der Feder von Gerhard A. Meyer und Gerhard Weiler hatte der Kinderchor des Gesangvereins Frohsinn 1855 Langgöns gemeinsam mit dem Kinderchor der Sängervereinigung Waldgirmes in Kooperation mit der Wetzlarer Musikschule einstudiert.

Bereits seit 2008 arbeiten die jungen Sänger aus Langgöns und Waldgirmes regelmäßig zusammen und bringen unter der Gesamtleitung von Gabriele Phifer immer wieder Stücke auf die Bühne. "Das ist eine tolle Kooperation. Es ist schön, Kinder spielerisch und mit Spaß an den Chorgesang heranzuführen", lobte Bürgermeister Marius Reusch. "Dies ist ein Beitrag, das hohe Kulturgut des Chorgesangs auch zukünftig zu erhalten."

Als Moderatorin begrüßte Geli Mai das große Publikum, das sich im Bürgerhaus zusammengefunden hatte.

Weitere Aufführung im Dezember

Nochmal zum Inhalt des Stücks: Immer weiter von der "Superuhr" angetrieben, beginnt es langsam im Uhrenland zu rumoren. Nach und nach entdecken die Uhren, dass es Wichtigeres gibt, als das ewige Gehetze im Takt der Zeit. Die "Superuhr" hält aber nicht viel von diesen neuen Ideen. Mit steigender Anzahl von Uhren kommen auch immer mehr Fragen auf: Was hat Rita Rolex vor, die neue Sekretärin der "Superuhr"? Und ist sie echt oder doch nicht? Schaffen der Aufziehwecker und der Radiowecker die gemeinsame Flucht? Werden die alten Werte der Sanduhr, der Sonnenuhr und der Spieluhr am Ende vielleicht wieder Gültigkeit bekommen?

Natürlich stand bei dem Musical die Musik im Vordergrund. So bunt wie die Uhrenwelt war auch die Musik: Rock und Hip-Hop, Funk und Balladen, Polka und Märsche fanden sich in der Liedauswahl. Auch der ein oder andere Ohrwurm dürfte viele der Besucher noch etwas länger beschäftigt haben. Die bunten Kostüme und eine tolle Deko trugen ebenfalls zu dieser gelungenen Inszenierung bei. Für die Proben zeichnete sich gleich ein ganzes Team verantwortlich: Ludwig Jobst leitete die Proben der Projektband der Wetzlarer Musikschule. Dem Team des Gesangvereins Frohsinn gehörten Birgit Walz und Geli Mai an, für die Teilnehmer aus Waldgirmes waren Uschi Bindermann, Sabine Tuchscherer sowie Brigitte und Bernd Krieger verantwortlich.

Zum Abschluss gab es natürlich langanhaltenden Applaus des Publikums für alle Beteiligten - der schönste Lohn für die investierte Zeit.

Wie das Stück endet, wird aber noch nicht verraten: Denn am Sonntag, 1. Dezember, um 16 Uhr gibt es eine weitere Aufführung in der Lahnauhalle in Waldgirmes. Der Eintritt kostet auch hier für Erwachsene 4 Euro, Kinder haben freien Eintritt. (con/Foto: con)

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