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Der (ausgefallene) Kirchentag in Villingen, die Freunde aus Weißrussland und die Zuversicht

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Alles war geplant: Ein Fest des Glaubens mit Freunden aus nah und fern hatte sich Pfarrer Hartmut Lemp zum Abschied gewünscht. Der Ort: Villinger Steinbruch. Die Alternative wäre gewesen auf der Grenze zwischen Nonnenroth und Villingen unterhalb des alten Hochbehälters. Aber dann hatte man sich für den Steinbruch entschieden mit seiner unverwechselbaren Kulisse. Im Herbst 2019 hatten einige Ehrenamtliche die Felswand frei gemacht. Abermals wollte man die Bühne direkt vor diese herrliche Basaltkulisse stellen.

Seit Langem wussten die Freunde aus Weißrussland (u. a. "Brestschanka") um diesen Termin. Man wollte ehemalige Tänzer mit einladen, die längst nicht mehr die akrobatischen Sprünge mitmachen können, aber viele Jahre dem Ensemble angehörten. Die Schäferwagenanlage war nur für Brestschanka gebucht. Die Weißrusslandhilfe hatte die Finanzierung für die Busreise geklärt.

Wie immer sollte der Kirchentag beginnen mit den Chören aus Villingen und Nonnenroth. Dann ein ökumenischer Gottesdienst mit Gesängen auch aus der russisch-orthodoxen Liturgie. Der Kirchentag in der Region - stets ein Fest des Glaubens auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Der Jugendchor "Songlines" hatte zugesagt; der Blueschor aus Laubach unter der Leitung des langjährigen Organisten Hermann Wilhelmi wollte auftreten. Für den Abschluss des Tages hatte sich Pfarrer Lemp ein Lied von Querbeet gewünscht: "Leawe es gewwe enn nomme, Leawe es komme ean gieh." Doch der Kirchentag 2020 in Villinger Steinbruch wurde durch Corona verhindert. Verhindern konnte die Pandemie nicht die wunderschönen Erinnerungen vergangener (Kirchen)Tage (Archivoto) und die Zuversicht: "Jesus Christus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit". Auch in der Zukunft werden Christen Feste des Glaubens feiern. bf/Foto: bf

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