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Die Arbeitsagentur hat die Ausbildungsstatistik für den Landkreis Gießen vorgelegt. Über 2000 Jugendliche haben in den vergangenen Monaten eine Stelle gesucht. (Symbolfoto: dpa)

172 Ausbildungsstellen offen

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Gießen (pm). Im Landkreis Gießen wurden seit dem Oktober 2018 insgesamt 2067 Jugendliche registriert, die einen Ausbildungsplatz suchen. Das sind acht junge Menschen mehr als im Jahr davor. 142 Jugendliche waren zum Stichtag Ende September noch unversorgt, hatten also keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und waren nicht an einer weiterführenden Schule oder einer Universität eingeschrieben. Dies entspricht einem Rückgang um zwei Personen gegenüber dem Vorjahresvergleich. Diese Zahlen teilte jüngst die Arbeitsagentur Gießen mit.

Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 219 auf nun 1682 gesunken. Zum Berichtsjahresende waren noch 172 Ausbildungsstellen unbesetzt, 25 weniger als im Vorjahr.

"Bei der Meldung von Ausbildungsstellen waren im abgelaufenen Berichtsjahr Arbeitgeber zurückhaltender", sagt Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen, zu den jetzt veröffentlichten Zahlen. "Manch ein Betrieb hat wegen Unsicherheiten bei der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung keine Stelle gemeldet. Andere aus Enttäuschung, da sie ihre zuletzt bereitgestellten Lehrstellen nicht besetzen konnten. Leider ist es uns zu selten gelungen, Betriebe von der Notwendigkeit zu überzeugen, den Fachkräftebedarf von morgen im eigenen Betrieb auszubilden."

Im gesamten Bezirk der Arbeitsagentur, zu dem die Landkreise Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und Gießen gehören, wurden seit September 2018 insgesamt 5013 Bewerber aufgenommen und beraten. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 88 Jugendliche.

Arbeitgeber meldeten von September 2018 bis Oktober 2019 der Arbeitsagentur Gießen insgesamt 4029 Ausbildungsstellen. Das sind 304 Stellen weniger als vor einem Jahr. Diese wurden zu knapp zwei Drittel vom Dienstleistungs- und Industriebereich und knapp einem Drittel vom Handwerk gemeldet. Zum Stichtag am 30. September waren in den drei Landkreisen zusammen noch 469 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 107 Stellen mehr als noch ein Jahr zuvor.

Bis zum Ende des Berechnungszeitraums waren 302 junge Menschen noch unversorgt. In einer sogenannten Nachvermittlungsaktion haben diese Jugendlichen noch die Möglichkeit, beispielsweise eine Ausbildung in diesem Jahr zu beginnen, auf eine weiterführende Schule zu gehen sowie ein freiwilliges soziales Jahr abzuleisten. Alternativ besteht für die Jugendlichen die Möglichkeit, bis August nächsten Jahres eine Einstiegsqualifizierung zur Vorbereitung auf den Ausbildungsstart 2020 zu machen.

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