Aus heimischen Wäldern frisch auf den Tisch

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Gießen/Linden (pm). Zahlreiche Teilnehmer begrüßte der Hubertus-Vorsitzende Dieter Mackenrodt zur Weiterbildung- und Schulungsveranstaltung »Zerwirkseminar und Wildbretveredlung« in der Metzgerei Dern-Heuer in Leihgestern. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, vermittelten Hubertus-Mitglied und Wild-Experte Daniel Seller sowie sein Mitarbeiter Alexander Lotz in zwei Abendveranstaltungen praktische Fertigkeiten rund um das Thema Wildbret.

Das große Interesse zeigte, dass es das Ziel vieler Jäger ist, das Lebensmittel Wildbret als ein Erzeugnis von hoher Qualität aus der Region bereitzustellen. Dies ist ein Garant für langfristige, vertrauensvolle und zufriedene Kundenbeziehungen.

Der Herbst ist die Zeit der jagdlichen Ernte: Reh-, Hirsch- und Wildschweinfleisch, Feldhasen, Wildenten und Fasane kommen aus der heimischen Wildbahn frisch auf den Tisch. Seller hatte zwei Rehe, ein Wildschwein und auch ein Stück Rotwild für das Seminar mitgebracht. Diese Stücke wurden im Beisein der Lehrgangsteilnehmer fachgerecht in küchenfertige Stücke zerwirkt. Hygieneanforderungen wurden dabei genauso erläutert wie auch Kniffe und Tricks für das leichte »aus der Decke schlagen« bzw. »Abschwarten« bis hin zur Portionierung der Gerichte. Am zweiten Abend wurde das Wildbret dann gemeinsam zu Bratwurst, Wildpastete, Leberkäse und leckerem Wildschinken verarbeitet.

Seller ist ein Liebhaber von Wildfleisch, vor allem herzhaftes Wildschwein hat es ihm angetan. »Das Wild aus heimischen Wäldern wird nicht gezüchtet und nicht gemästet.« Für ihn ist Wildbret daher ein sehr hochwertiges Nahrungsmittel. Und er nennt noch ein Argument für die Jagd: »Dabei fällt ein gezielter Schuss und das Tier fällt um.«

Wildfleisch enthält durchweg weniger Fett als das Fleisch von Haustieren, aber viele Mineralstoffe und Vitamine, denn die freilebenden Tiere sind bei der Nahrungsaufnahme sehr wählerisch. Wildtiere leben von dem, was die Natur bietet. Rehwild zum Beispiel nimmt als Konzentratselektierer nur Nahrung in Bioqualität auf. Zudem bedeutet Wildbret aus der Region kurze Lieferwege, keine Medikamente oder Wachstumshormone.

Der regionale Wildkonsum stärke zudem die Reviere in der Region und das Miteinander von Jägern, Landwirten und Gastronomen, heißt es weiter. Nach den beiden Abenden wurden Wildgerichte von Reh, Wildschwein und Hirsch aufgetischt und Rezepte ausgetauscht.

Der Jagdverein Hubertus rät allen Interessenten, sich frühzeitig um den kulinarischen Leckerbissen zur Adventszeit zu kümmern. Adressen privater Jäger, die Wildbret verkaufen, findet man auf www.hubertus-giessen.de/Wild und Küche .

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