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Bürgermeister Odo (l), der Erste Beigeordnete Reinhard Bamberger (r) und Parlamentsvorsteher Hans-Peter Steckbauer unterzeichnen in Grigny die Partnerschaftsurkunden. Foto: Volgmann

Ein aufrichtiges Versprechen

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Seit 2015 ist die Partnerschaft von Wettenberg und Grigny beschlossen. Seit diesem Sommer sind die Beziehungen auch "beurkundet". Aktuell sind Wettenberger wieder in dem Städtchen südlich von Lyon; besuchen dort den Weinsalon und bereiten eine große Jugendbegegnung am Wißmarer See im Sommer 2020 vor.

Einmal mehr weilt diese Tage eine Wettenberger Delegation in Grigny, bereichert an diesem Wochenende den Weinsalon, der dort traditionell im Herbst ausgerichtet wird. Im Gepäck haben die "Deutschfranzosen" Bier und Würstchen; letztere werden vor Ort gegrillt und dann mit dem Gerstensaft aus dem Herzen der Natur feilgeboten. Die Brauerei in Lich hat den Wettenbergern dankenswerterweise Unterstützung zuteil werden lassen. Zugleich dient die Präsenz auf dem "Weinsalon" dem Werben für die Region Gleiberger Land; entsprechendes Info-Material ist "im Gepäck".

Mit dem Erlös des diesjährigen Weinsalons wird die Gemeinde Koupela unterstützt. Grigny und die Kommune aus Burkina Faso verbindet eine langjährige Partnerschaft. Auch die Wettenberger haben sich da umgehend eingebracht: So wurden beispielsweise Erlöse aus einer Küchenparty auf Burg Gleiberg weitergereicht sowie aus dem Verkauf von CDs von Nora Schmidt und dem Weinstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft beim Krämermarkt in Wißmar.

An diesem Wochenende werden beim Weinsalon weitere Gespräche geführt, wie es gelingen kann, die 2018 und 2019 besiegelte Partnerschaft auf eine breitere Basis zu stellen. Margit Fries-Volgmann wird als Vertreterin des Krofdorfer Gesangvereins Kontakte zu einem Chor aus Grigny knüpfen. Zudem wird mit Stadträtin Najoua Ayache und Bürgermeister Xavier Odo erörtert, wie die für 2020 geplante Jugendbegegnung organisiert und ausgestaltet werden kann. Vom 5. bis 14. August werden Jugendliche aus Zsámbék, Tök, Sorgues und Grigny eingeladen, um eine gemeinsame Zeit am Wißmarer See zu verbringen. Die Europäische Union stellt dafür Fördergelder zur Verfügung, wenn der Austausch mit einer Projektarbeit verbunden ist. Ansprechpartner auf Wettenberger Seite ist Ralf Volgmann, Vorstandsmitglied der DFG und Vorsitzender des Sozialausschusses der Gemeinde.

Die Beziehungen zu Grigny gehen auf einen Schüleraustausch zwischen der Gesamtschule Gleiberger Land und dem dortigen Collège Emile Malfroy seit mehr als 15 Jahren zurück. 2015 ist der Bürgermeister der Stadt unweit von Lyon an Wettenberg herangetreten mit der Bitte und Anfrage, dies zu einer Kommunalpartnerschaft fortzuentwickeln. Die Beschlüsse waren schnell gefasst; doch dies mit Leben zu füllen, zog sich etwas hin. Erst 2018 wurden in Wettenberg und im Juni 2019 in Grigny die entsptrechenden Urkunden unterzeichnet. Der Besuch der Wettenberger am Fronleichnamswochenende im Süden von Lyon ist jedoch in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Dies vor allem ob des überaus warmherzigen Empfangs.

Zentral dabei das Pflanzen eines Freundschaftbaumes und das Aufstellen einer von der DFG gestifteten "etwas anderen europäischen Zentralbank" im Europapark von Grigny. Der Baum der Partnerschaft ist ein Ginkgo. "Ein heiliger Baum, ein Symbol der Vereinigung der Gegensätze. Er ist Träger der Hoffnung und er steht für ein langes Leben. Es ist der Baum, der Hiroshima überlebt hat", sagte Bürgermeister Odo in einer sehr emotionalen Rede.

Zum weiteren Programm in Grigny gehörten ein Konzert mit Nora Schmidt in der Kirche im Rahmen der "Nuits du Chateau". Sie interpretierte überwiegend französische Chansons.

Zentral bei der Begegnung am Fronleichnamswochenende war die Rückverschwisterung mit Unterzeichnung der Urkunden durch Bürgermeister Odo und von Wettenberger Seite durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Hans-Peter Steckbauer und den Ersten Beigeordneten Reinhard Bamberger.

"Dieser offizielle Akt gibt beiden Seiten die Möglichkeit, dieser Freundschaft neue Impulse zu geben. Lassen Sie es uns tun! Er ist ein Versprechen der aufrichtigen Freundschaft zwischen verschiedenen Ländern und Städten. Er ist ein Symbol für ein Engagement zu einer Zeit, in der gegenseitige Hilfe und Teilen Werte sind, die wichtiger sind denn je", sagte Odo anlässlich der feierlichen Unterzeichnung der Urkunden.

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