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Die Gesamtschule Laubach: Der Kreis hat den Präsenzunterricht nun auch an allen weiterführenden Schulen in der Residenzstadt ausgesetzt.

Auflagen für Laubach verschärft

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Gießen/Laubach (pm). Wegen der hohen Infektionszahlen in Laubach ( siehe Seite 35 ) und dem Zusammenhang mit der besonders ansteckenden britischen Virusvariante setzt das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen von heute, 23. März, den Präsenzunterricht an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule sowie dem Laubach-Kolleg aus.

Präsenzunterricht eingeschränkt

In Abstimmung mit den Schulleitungen bietet das Gesundheitsamt für Abschlussklassen, für die der Präsenzunterricht erforderlich ist, von heute an tägliche Schnelltests vor Ort an. Für die Teilnahme am Präsenzunterricht ist ein negatives Testergebnis erforderlich.

Bereits am Freitag waren der Präsenzunterricht an Grundschulen ausgesetzt und die Betreuung in den Kitas auf das Notwendigste reduziert worden.

»Zugleich wollen wir die Infektionslage eingrenzen, indem wir vor Ort ein öffentliches Schnelltestangebot als Teil der kostenlosen Bürgertestungen machen«, wird Landrätin Anita Schneider in der Pressemitteilung zitiert. In Laubach werden ab Donnerstag (25. März) bestimmte Dienstleistungen und Besuche in bestimmten Geschäften nur mit negativem Schnelltestergebnis möglich sein. Dies betrifft diejenigen Bereiche und Branchen, die landesweit bis 1. März geschlossen waren - etwa Friseure sowie alle Geschäfte, deren Bedarf über die Grundversorgung wie Lebensmittel, Tankstellen, Apotheken oder Drogerien hinausgeht. Dies wird der Kreis mit einer Allgemeinverfügung für das Gebiet der Stadt Laubach regeln. Sie wird zunächst bis Sonntag gelten.

Schneider: »Uns ist bewusst, dass die Einschränkungen nur in Laubach dadurch beeinflusst werden, dass Bürger zum Einkaufen auch in Nachbargemeinden fahren können. Dennoch ist es dringend notwendig, vor Ort wegen der unübersichtlichen Infektionslage Kontakte zu reduzieren, wo es geht, und mit dem Einsatz von Schnelltests für mehr Sicherheit zu sorgen. Dies war auch ein dringender Wunsch aus der Stadt Laubach.«

Erforderlich ist ein maximal 24 Stunden altes Testat - also ein Nachweis über das negative Testergebnis -, das zum Beispiel Testzentren oder weitere Teststätten ausstellen.

Testcenter in Sport- und Kulturhalle

Dazu richtet der Kreis ab heute (Dienstag) in Kooperation mit dem DRK sowie der Stadt Laubach ein Testcenter in der Sport- und Kulturhalle ein. Dieses öffnet heute und Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, ab Donnerstag sowie in der Folge montags bis samstags von 8 bis 13 und 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 8 bis 13 Uhr.

Termine können in Kürze online über www.testzentrum -drk.de sowie telefonisch über das Impflotsenteam des Kreises vereinbart werden. Die Laubacher Impflotsen sind erreichbar von 9 bis 16 Uhr unter Tel. 0 64 05/921-424. Je nach Nachfrage sind bereits ab heute auch ohne Termin Tests möglich, gegebenenfalls sind Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Weitere Angebote und Infos rund um kostenlose Schnelltests gib es im Netz unter corona.lkgi.de, Menüpunkt »Schnelltests«. Das Gesundheitsamt macht darauf aufmerksam, dass die Tests nur für Personen ohne Symptome vorgehalten werden. Wer trockenen Husten, Erkältungsanzeichen, Geruchs- und Geschmacksverlust habe, müsse sich unbedingt zu Hause isolieren. In diesem Fall sollte immer telefonisch die Hausarztpraxis oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden, um einen laborbasierten PCR-Test vorzunehmen.

Wegen der steigenden Infektionszahlen wird der Landkreis weitere Regelungen für alle Kreisgemeinden ab kommender Woche prüfen - dies aber mit Blick auf die zu erwartenden Bund-Länder-Beschlüsse.

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Mit der Anordnung des Kreises dürfte sich zumindest ein Teil der Kritik des Personalrats der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach (FMG) erledigt haben. Der hatte sich ans Schulamt gewandt, hatte mit Blick auf die hohen Inzidenzen Distanzunterricht nicht nur für Laubachs Grundschulen, sondern auch für die weiterführenden Schulen (FMG und Kolleg) gefordert.

An der FMG ist Wechselunterricht bis Klasse 6 sowie Präsenzunterricht in den Abschlussklassen vorgesehen. Kritisiert wurde besonders eine Ungleichbehandlung der Jahrgänge 5/6: Kinder, die die Jenaplan-Grundschule Freienseen (bis Jahrgang 6) besuchten, würden geschützt, Fünft- und Sechstklässler der FMG nicht, da im Wechselmodell unterrichtet. Unmut auch, was die Antigen-Tests an der FMG angeht, hätten doch maximal elf Lehrer diese Möglichkeit.

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