Aufenthalt mit Wohlfühlfaktor

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Bad Nauheim(har). Unter dem Motto "Gesundheit erleben" veranstaltete die Kurpark-Klinik in der Kurstraße 41 bis 45 am Samstag einen "Tag der offenen Tür." Ein Angebot, das nicht nur von den aktuellen Kurgästen in der Klinik und deren Familien genutzt wurde. Viele Badestädter und Wetterauer informierten sich über die Möglichkeiten im Bereich der medizinischen Rehabilitation und beteiligten sich an den zahlreichen Gesundheitsaktionen, sehr zur Freude von Verwaltungsdirektor Uwe Rufleth, der darauf hinwies, dass vieles nicht nur für die aktuell 268 Kur- und Rehagäste offen stehe. Sowohl deren momentan fast 100 Begleiter als auch Wetterauer können beispielsweise die Himalaya-Welt mit der Ganzkörper-Kältetherapie und der Salzgrotte nutzen.

"Ich kenne Kältekammern von meinen Rehamaßnahmen", sagte die Badestädterin Gertraude Tschada. "Nach der Kältekammer sind die Schmerzen wie weggeblasen", erklärt die Rheumatikerin, während sie sich in der Salzgrotte vom Kurzbesuch in der minus 60 Grad kalten Vorkammer zur eigentlichen 110 Grad kalten Kältekammer erholt. "Die Kältetherapie hilft bei chronischen Schmerzen oder Hauterkrankungen, aber auch Sportler nutzen den maximalen Aufenthalt von drei Minuten in der Kälte zur Leistungssteigerung", erklärte Physiotherapeutin Nuran Melissa Aksakal. "Die Luft in der Grotte hilft den Atemwegen und entspannt", meinte Tschada, während in dem abgedunkelten Raum das Wasser über den Reisig tropfte. Viele Besucher nutzten den kostenlosen Gesundheitscheck mit Blutzucker- und simultaner Blutdruckmessung an beiden Armen sowie der Messung der Körperzusammensetzung durch die Bio-Impedanz-Analyse (BIA).

Alle ermittelten Daten, zu denen auch Körpergröße, Gewicht und der Body-Mass-Index gehörten, wurden in einen kostenlosen Gesundheitspass eingetragen. "Das ist eine sehr gute Sache", meinte Inge Lohnes, die gerade auf der BIA-Waage stand und von Kurklinik-Mitarbeiterin Tanja Neumann eingewiesen wurde.

Im Raum gegenüber war Gelegenheit, sich von Heinz-Werner Amler, dem Leiter der Therapieabteilung, kostenlos rund um den Rücken beraten zu lassen. So erhielt die Bad Nauheimerin Ursula Krebber Tipps, wie sie sich nach ihrem Oberschenkel-Halsbruch besser bewegen und noch mehr für sich tun kann. Übungen zum richtigen Heben wurden in der Rückenschule gezeigt. Einen guten Überblick über die Leistungen der Kurpark-Klinik erhielten die Besucher bei den Klinikführungen. Geöffnet war auch die im letzten Jahr neu gestaltete Dachterrasse mit Panorama-Sauna und einem einmaligen Blick auf den Johannisberg und die Badestadt. Im zweiten Tiefgeschoss waren das Schwimmbad mit Therapiebecken sowie die medizinische Trainingstherapie mit dem Kraftraum zu besichtigen. Gut besucht waren beispielsweise die Vorträge von Dr. Winfried Vahlensieck, Chefarzt der Fachklinik Urologie, und von Dr. Athanasios Alexopoulus, Oberarzt der Fachklinik Innere Medizin.

Im Eingangsbereich informierten die Selbsthilfegruppe für Stomaträger sowie der Selbsthilfebund Blasenkrebs über ihre Arbeit. Bei einem Gewinnspiel winkte als besonderer Hauptpreis das Heimtrikot von Eintracht Frankfurt für die kommende Bundesligasaison, sobald dieses erhältlich ist.

An die jungen Besucher war mit Spiel- und Malecke sowie Gesichtschminken gedacht worden. Im Erdgeschoss warteten unter anderem leckerer Puten-Kebab und eine herzhafte Kartoffelsuppe auf die Besucher sowie vor Ort vom hauseigenen Patissier kunstvoll angerichtete Süßspeisen, die sich die Besucher in der Purple Lounge, im Bistro oder im Wintergarten schmecken ließen. Dazu mundeten die Getränke aus der Smoothie-Bar. Viel Lob gab es nicht nur von Besuchern des "Tag der offenen Tür", sondern auch von Reha- und Kurgästen. "Wer sich hier nicht wohl fühlt, dem ist nicht zu helfen", meinte Kurgast Wolfgang Segato aus Essen: "So freundlich und auch so kompetent wie hier, wurde mir noch nirgends geholfen. Ich fühle mich fast wie in einem Hotel."

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