Auf Holzpelletsanlage fokussiert

  • Patrick Dehnhardt
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Hüttenberg (pad). Im Zuge des Neubaus des Hüttenberger Hallenbades könnte auch eine Lösung für die Heizproblematik der öffentlichen Gebäude im Ortszentrum gefunden werden. Sporthalle, Feuerwehrhaus, Bürgerstuben und auch das neue Hallenbad könnten ihre Wärme von einem zentralen Ort beziehen.

In der gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Finanzausschusses präsentierte die Arbeitsgruppe »Energie« ihre Ergebnisse für eine Lösung - und stieß dabei auf kritische Stimmen, ob der Arbeitsauftrag auch richtig erfüllt worden sei.

Lothar Weber und Hans Kleinschmidt (Grüne) berichteten, dass die AG sich nach dem Besuch einer Hackschnitzelanlage gegen diese ausspricht: Der Platzbedarf sei zu groß. In Lützellinden habe die Gruppe eine Holzpelletsanlage angeschaut, die als Blockheizkraftwerk für Wärme und Strom sorgt. »Sehr platzsparend, das sind drei Container«, zeigte sich Weber von der Technik beeindruckt. Als Rückfallebene sei ein gasbetriebener Motor vorhanden.

Danach habe man sich bei den Stadtwerken Gießen sowie der EAM über die Konditionen für solch eine Anlage erkundigt. Die Stadtwerke sprachen laut Weber von 1,2 Millionen Euro Investitionskosten, die EAM von 1,5 Millionen Euro. Kleinschmidt und Weber empfahlen das Angebot der Stadtwerke, »das ist eine saubere Sache«. Zudem würden diese auch eine Machbarkeitsstudie anbieten. Weitere Anlagen seien nicht besichtigt, zu anderen Systemen keine Informationen oder Kostenschätzungen eingeholt worden.

Andree Teichner (FÖBH) zeigte sich nach der Präsentation verwundert. Die Energieversorgung müsse ausgeschrieben werden, daher sei ein Vertragsabschluss mit einem Anbieter nicht so einfach möglich.

Markus Lehnhardt (Freie Wähler) kritisierte, dass sich die AG nur auf Aussagen der Stadtwerke und EAM beziehe. »Der Energieversorger will das verkaufen, was ihm am meisten Geld bringt.« Die AG hätte die verschiedenen Systeme - von Fotovoltaik über Geothermie bis hin zur Holzpelletsanlage - gegenüberstellen müssen, sodass sich die Gremiumsmitglieder selbst ein Bild hätten machen können, welches die wirtschaftlichere und praktikabelste Variante ist. »Momentan ist nur ein System angefragt worden.«

Dierk Rink fügte später bei seinem Bericht aus der AG Finanzen noch hinzu, dass auch über ein Biogaskraftwerk an dem Standort gesprochen worden sei, dieses auch in der Betrachtung fehle. Damit bleibt die Frage der Heizenergieversorgung für das Hüttenberger Zentrum weiter offen.

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