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Attraktiv und krisenfest

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Von: red Redaktion

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Gießen (pm). Der Bau bleibt krisenfest und wird zusätzliche Manpower brauchen. Davon gehen die Verantwortlichen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aus. »Die Zahl der Bauarbeiter im Landkreis Gießen wird steigen. Denn mit den heute rund 1 700 Baubeschäftigten ist das, was die Ampel-Koalition vorhat, nicht zu schaffen«, sagt Doris Hammes, Vorsitzende der IG BAU Mittelhessen.

Für den Neubau von Wohnungen und vor allem auch für das klima- und seniorengerechte Sanieren werde jede Hand, die zupackt, gebraucht. »Und sie wird gut bezahlt«, sagt Hammes.

Deutliches Lohnplus

Die Gewerkschaftlerin spricht von einer »Beschäftigungsoffensive«, die auf den Bau im Kreis Gießen zukomme. »Es wird höchste Zeit, deutlich zu machen, dass die Branche eine gute Jobperspektive bietet: Es lohnt sich, auf dem Bau zu arbeiten.« Dazu passe das Lohnplus, das die Gewerkschaft jüngst erreicht habe - insgesamt 6,2 Prozent. »Das ist wichtig, um die Arbeit attraktiver zu machen.« Auch das Azubi-Portemonnaie werde dicker. Und zusätzlich gebe es nun zum ersten Mal eine generelle Entschädigung für Fahrten zu den Baustellen. »Das Wegezeit-Geld kommt. Der Start ist geschafft. Ab 2023 wird es dann in voller Höhe gezahlt«, sagt Hammes.

Für jeden Weg zur Baustelle bekommen Bauarbeiter künftig - je nach Fahrstrecke - zwischen sechs und acht Euro pro Tag zusätzlich. »Das macht aufs Jahr gerechnet rund 1 500 Euro netto mehr im Portemonnaie«, erklärt Hammes. Im Schnitt ist ein Bauarbeiter immerhin 64 Kilometer am Tag unterwegs, um morgens zur Baustelle zu kommen, so eine Berechnung der Gewerkschaft.

Vor der Baubranche im Landkreis Gießen liege jetzt eine Mammutaufgabe, sagt Hammes. »Neu bauen, umbauen, sanieren - Häuser, Straßen, Brücken: Die neue Bundesregierung ›ampelt‹ neue Bauaufträge. Es wird deshalb bei vollen Auftragsbüchern bleiben.«

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