Die Deckenbeleuchtung in der großen Vier-Felder-Halle ist bereits erneuert, der Schwingboden allerdings noch nicht. Der steht demnächst an, ebenso die Dusch- und Sanitärräume. Das Foyer ist derweil schon frisch getüncht, bekommt aber noch neue Fenster. FOTOS: PM
+
Die Deckenbeleuchtung in der großen Vier-Felder-Halle ist bereits erneuert, der Schwingboden allerdings noch nicht. Der steht demnächst an, ebenso die Dusch- und Sanitärräume. Das Foyer ist derweil schon frisch getüncht, bekommt aber noch neue Fenster. FOTOS: PM

Arbeit für ein Jahrzehnt

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
    schließen

Die Sporthalle an der Heuchelheimer Schwimmbadstraße ist eine der größten im Kreis. Gemeinde und die Turn- und Sportfreunde als Hauptnutzer sind zu Recht stolz auf die Halle. Doch 45 Jahre nach der Einweihung stehen grundlegende Sanierungen an.

Die Sporthalle ist das größte und teuerste Gebäude gewesen, das sich die Gemeinde Heuchelheim je geleistet hat", weiß Bürgermeister Lars Burkhard Steinz. Und spricht von den "goldenen 70er Jahren", in denen es der Gemeinde wirtschaftlich blendend ging. Wer sonst baute sich seinerzeit eine Vier-Felder-Halle von dieser Güte? Zumal die Halle voll unterkellert ist und somit einer Vielzahl von Vereinen eine Heimstatt bietet.

Jetzt aber, 45 Jahre nach der Einweihung, stehen weitere Investitionen an: Der Schwingboden ist immer noch der erste, der Prallschutz an den Wänden verliert zunehmend an Elastizität und weist zudem erste Löcher auf. Die Fenster sind längst noch nicht alle erneuert, und auch die Gästetoiletten und die Sanitärräume für die Sportler bedürfen einer Frischekur. Jetzt wird ein Fahrplan erstellt, denn alles auf einmal ist wohl nicht zu stemmen. In diesem oder im kommenden Jahr soll der Prallschutz erneuert werden. Zudem werden die Sanitärräume und die Sportler-Umkleiden komplett überarbeitet: Neue Fliesen, neue Installationen, das wird mehrere 100 000 Euro kosten.

Mitte der 2020er Jahre sollen zudem die Fenster im Foyer ausgetauscht werden, denn deren Dämmwirkung lässt zu wünschen übrig. Auch das wird, so legt Steinz bei einem Ortstermin gegenüber der CDU-Fraktion um Mirko Nowotny dar, mehr als 100 000 Euro kosten. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen die Besucher-Toiletten im Foyer an die Reihe.

Von einem Investitionsstau mochte Steinz derweil nicht reden, als er dieser Tage mit Mitgliedern der CDU-Fraktion die Sporthalle in Augenschein nahm und erläuterte, was an Arbeiten ansteht. Schließlich sei es normal, dass nach einem Zeitraum von rund vier Jahrzehnten etwas getan werden müsse. Würde man weiter warten, dann würde es zudem teurer.

Bereits 1997, rund 20 Jahre nach der Einweihung der Sporthalle, wurde das Flachdach für mehr als 400 000 Euro aufwändig instandgesetzt, da zuvor immer wieder Wasser eingedrungen war. Und so wurden auch in den Folgejahren immer wieder notwendige Arbeiten erledigt, um eben keinen Investitionsstau aufkommen zu lassen. Erst im vergangenen Jahr ist die Hallenbeleuchtung mitsamt der Notbeleuchtung ausgetauscht worden. 215 000 Euro wurden dafür investiert.

Gleichwohl sieht der Bürgermeister "beständige gemeindliche Investitionen über das kommende Jahrzehnt" hinweg auf Heuchelheim zukommen, wenn man "die lieb gewonnene Halle auch in den nächsten Jahren in der gewohnten Qualität genießen" wolle.

Das derzeit pandemiebedingte Aussetzen des Sport- und Übungsbetriebs wird von den Fachkräften des kommunalen Bauhofs dazu genutzt, um den Pinsel zu schwingen: Türen und Türrahmen werden neu gestrichen: Das "70er-Jahre-Grüne" solle vollständig verschwinden, so Steinz.

Neben den Turn- und Sportfreunden als den Hauptnutzern der großen Halle an der Schwimmbadstraße finden sich dort zudem im Untergeschoss das Jugendzentrum der Gemeinde, der Schützenverein, der Kegelsportverein, der Carnevalsverein, die Tanzgruppen Magic Stars und der Schiffsmodellbauclub. Nicht zuletzt haben die Boulespieler des Vereins zur Pflege internationaler Beziehungen dort ihr Winter-Trainingsquartier. Gleich nebenan hat mittlerweile die DLRG ihre Garagen.

"Diese Sporthalle ist so einzigartig und gut, sie stammt aus einer anderen Epoche", sagt der Bürgermeister. Und vermutet: "In dieser Güte und Größe wären wir nie wieder imstande, die Halle zu bauen." Von daher sei man in der Gemeinde gut beraten, die Halle so zu pflegen, dass sie auch im 21. Jahrhundert den Anforderungen entspreche.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare