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Erinnern an die Anfänge des Seniorenbüros: Bettina Wege-Lemp (l.) und Beate Herdejost.

Appell: Jugend fürs Ehrenamt gewinnen

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Grünberg (dis). Seit zehn Jahren betreibt das Diakonische Werk in Kooperation mit der Stadt mit dem Seniorenbüro - Fachstelle für Freiwilliges Engagement ein Projekt zur Förderung des sozialen Miteinanders. Rund 100 Menschen engagieren sich unter diesem Dach ehrenamtlich, gewährleisten ein breit gefächertes Angebot (die GAZ berichtete). Das Jubiläum bot nun Anlass, in einer Feierstunde im Barfüßerkloster den Helfern Danke zu sagen.

Zunächst erinnerte Bürgermeister Frank Ide an die ersten Überlegungen für ein Seniorenbüro 2007. Auch in der Politik habe diese Arbeit zwischenzeitlich die ihr gebührende Anerkennung gefunden. Wie er dankte auch Holger Claes, Leiter des DW Gießen, allen Helfern und Verantwortlichen, insbesondere Beate Herdejost, die seit 2008 engagiert die Einrichtung leite. Grünbergs Politik habe sich seinerzeit dafür entschieden, was nicht ganz ohne Risiko gewesen sei, dafür dürfe man heute auf ein erfolgreiches Projekt schauen. Hervor hob Claes die Begegnungsstätte "SOFA", komme sie doch allen Beteiligten zugute.

Einen Rückblick auf zehn Jahre Seniorenbüro gewährten nun Beate Wege-Lemp als Leiterin des Grünberger Büros der Diakonie und Beate Herdejost. - "Grünberg hat durch die ehrenamtliche Arbeit angefangen zu blühen", unterstrich Festredner Prof. i.R. Reimer Gronemeyer. Wie der 80-Jährige Theologe und Sozialwissenschaftler grundsätzlich konstatierte, fülle Ehrenamt Lücken, die sich schon aus finanziellen Gründen auftun. Nur, auch das sei belegt, engagierten sich heute vor allem Frauen im Ehrenamt. Gronemeyer mahnte hier das Nachdenken über neue Formen des Ehrenamtes an. Es gelte, junge Menschen einzubeziehen und neue Bereiche zu erschließen, wofür etwa die Nachbarschaftshilfe stehe. "Das Wort Ehrenamt kann manch Jungen abschrecken, doch man wird davon nicht mit Haut und Haaren gefressen."

Umrahmt wurde die Feier von Liedbeiträgen von Anne Katrin Römer in Begleitung von Sven Trost an der Gitarre. (Foto: dis)

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