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Der Anschlag auf Karamba Diaby und die Solidarität der Gießener Parteifreunde

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Ein Zeichen der Solidarität haben die Delegierten des SPD-Unterbezirks Gießen vor Wochenfrist beim Parteitag in Wieseck gesetzt mit der Aussage: "Karamba - wir stehen hinter Dir".

Auf das Bürgerbüro des sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle an der Saale war wenige Tage zuvor ein Anschlag verübt worden. Mitarbeiter von Diaby hatten mehrere Einschusslöcher in der Scheibe entdeckt; verletzt wurde niemand.

Der Anschlag auf Diabys Büro reiht sich ein in eine zunehmende Zahl von Angriffen respektive Übergriffen auf Politiker. Nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Städten und Gemeinden. Die frühere Bürgermeisterin Annette Bergen Krause weiß ebenso ein Lied davon zu singen wie ihr Staufenberger Kollege Peter Gefeller oder etwa die Licher Stadtverordneten. Man möchte meinen: Das Klima wird rauher, der Ton wird schärfer.

Der aus dem Senegal stammende Karamba Diaby war 2013 als erster schwarzer Politiker in den Bundestag gewählt worden. Der promovierte Geoökologe war Mitte der 1980er Jahre als Student nach Halle an der Saale gekommen, erlebte Wende und Wiedervereinigung und engagiert sich seit Jahren politisch.so/FOTO: SO

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