Amtsinhaber werden »Stimmenkönige«

  • Thomas Brückner
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Laubach (tb). Langjähriges Engagement fürs Gemeinwohl wird gewürdigt: Aus den Ortsbeiratswahlen in Laubach sind wiederum Ortsvorsteher als »Stimmenkönige« hervorgegangen. In der Kernstadt holte so Amtsinhaber Günter Haas 832 Stimmen, bald 300 mehr als der zweitplatzierte Hartmut Roeschen (SPD).

FW-Politiker Haas (82) war mit dem Ziel einer zweiten Amtsperiode angetreten, und so dürfte es nun auch kommen. Die Freien Wähler mit 34,9 Prozent und ihre Nachwuchsorganisation Freie Jungwähler (FJW) mit 9,5 Prozent lassen die Mitbewerber weit hinter sich, kommen auf vier von neun Sitzen.

Haas übrigens blickt heuer auf 60 Jahre Ehrenamt zurück, hatte er doch Anfang der 60er beim DRK Laubach erstmals eine Vorstandsposition übernommen, der viele weitere folgen sollten. Im GAZ-Gespräch nannte er für die neue Legislatur vier vordringliche Ziele: Abschiedsraum in Friedhofskapelle, Sanierung der Ortsdurchfahrt, Entschlammen der Schlossparkteiche und Schaffung einer barrierefreien öffentlichen Toilette.

Mit 16,3 Prozent ging die SPD als Zweitplatzierte durchs Ziel, was ihr zwei Sitze bescherte. Dicht dahinter die Grünen mit 15,2 Prozent, gefolgt von der CDU mit 13,2 und der FDP mit 6,6 Prozent, die alle mit einem Sitz vorlieb nehmen müssen. Die »Bürger für Laubach« kamen auf 4,2 Prozent, zu wenig für ein Mandat.

Gewählt wurden: Dr. Anne-Kathrin Reinwald (Listenplatz 1/Rang 1/511 Stimmen) für die CDU, Ewa Wenig (1/1/394) für die Grünen, Hartmut-Joachim Roeschen (3/1/566) und Sibylle Bienefeld (2/2/419) für die SPD, Friedrich Roßbach (2/1/209) für die FDP, Günter Haas (1/1/832), Oliver Gall (6/2/543) und Bernd Bigdun (8/3/519) für die FW sowie Jonas Frank (4/1/237) für die Freien Jungwähler.

Jahrzehnte für das Ehrenamt

Viele Jahrzehnte Ehrenamt kann ebenso Haas’ Amtskollege aus dem Stadtteil Freienseen aufweisen: Hermann-Hans Hermannski heißt der und erhielt mit 343 die meisten Stimmen. Seit 2006 steht er dem Ortsbeirat vor, leitet seit 32 Jahren (!) die Geschicke des örtlichen TSV. »HHH«, wie er im Ort auch genannt wird, will sich um eine vierte Amtszeit bewerben und dürfte auch wiedergewählt werden. Seine SPD hat mit 30,7 Prozent den vierten Sitz an die FW verloren, die mit 55 Prozent fünf der neuen Mandate erhält. Für 13,9 Prozent bekommt die CDU einen Sitz.

Gewählt wurden: Uwe Beyer (Listenplatz 1/Rang 1/129 Stimmen) für die CDU, Hermann-Hans Hermannski (1/1/343), Tjalda Heßling (2/2/168), Frank Jung (4/3/140) für die SPD, Björn Götz-Poersch (2/1/277), Silvan Löbsack (4/2/268), Jürgen Fischer (5/3/229), Uwe Ebert (/7/4/226), Hans Georg Krug (1/5/217) für die FW.

Mit 38,1 Prozent hatten die Genossen in Münster ihr Spitzenresultat bei der Gemeindewahl verbuchen dürfen, noch besser lief es beim Ortsbeirat: 60,3 Prozent, fünf von neun Sitzen. Die Wiederwahl von Ortsvorsteher Klaus Dieter Schmitt dürfte da nur Formsache sein. Die Freien Wähler landeten bei 29,9 Prozent und drei Sitzen, die Grünen bei 10,8 Prozent und einem Sitz.

Gewählt wurden: Klaus Dieter Schmitt (1/1/507), Manuel Ruschig (2/2/322), Thorsten Schmitt (5/3/261), Jens Martin Sieg (4/4/179) und Ute Seipp (3/5/145) für die SPD, Florian Schnabel (1/1/242), Detlef Neuhaus (3/2/240) und Elisabeth Frank (5/3/150) für die FW sowie Manfred Steinbach (1/1/110) für die Grünen.

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