Windkraft-Investor winkt ab

  • Jonas Wissner
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Allendorf(jwr). Windräder könnten auch in und um Allendorf in absehbarer Zeit den Blick ins Weite prägen. In einem vom Regierungspräsidium ausgewiesenen Vorranggebiet an der nördlichen Kreisgrenze ist die Errichtung von insgesamt 16 Windkraftanlagen geplant. Vier sollen auf Allendorfer Gebiet entstehen, die anderen im Bereich Ebsdorfergrund.

Darüber hinaus verfügt die Stadt Allendorf (Lumda) auch über eine Fläche in eigenem Besitz, nordwestlich der Kernstadt, die als für Windkraft geeignet ausgewiesen ist. Im Oktober 2018 hatte vortex energy, ein Tochterunternehmen von E.ON, Entwurfspläne für diese Fläche im Allendorfer Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Angedacht waren vier Windräder. Man befinde sich in einer frühen Phase und wolle verschiedene Angebote einholen, hatte sich Bürgermeister Thomas Benz damals geäußert. Der erste Interessent hat derweil das Interesse verloren.

"Das Windenergieprojekt Allendorf wird von unserer Seite nicht weiterverfolgt", äußert sich vortex energy nun auf Anfrage dieser Zeitung, ohne genauere Gründe zu nennen. Aus Sicht des Bürgermeisters hat das Thema Windkraft zurzeit offenbar keine Priorität. "Es gibt keinen neuen Stand", sagte er vergangene Woche auf die Frage, ob es neue Pläne für die städtische Fläche gebe. Mit vortex energy habe es seit der Vorstellung der Pläne vor gut einem Jahr keinen Kontakt mehr gegeben. Wie ist seine Haltung zu Windkraftanlagen in Allendorf, will er aktiv nach weiteren Interessenten suchen? "Wir haben reichlich Windkraftgegner", gibt Benz zu bedenken. Man müsse "schauen, ob es politisch gewollt ist". Er wolle erst einmal abwarten, wie sich das Projekt an der Grenze zu Ebsdorfergrund entwickle.

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