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Das Wasserhäuschen und die pragmatische Lösung

  • vonVolker Heller
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Das frühere Wasserhäuschen, eigentlich Pumpstation, von Climbach wurde vor Kurzem offiziell eingeweiht. In der jüngeren Vergangenheit diskutierte die Allendorfer Politik in ihren Gremien öfters über das Lumdatal umfassende Tourismuskonzept. Ulrich Krieb (CDU) pflegte dann regelmäßig einzuwenden, man solle bitte erst mal vor der eigenen Tür kehren. Es sei bisher leider nicht gelungen, von Climbach kommend eine fußläufige Anbindung zum Wasserhäuschen einzurichten.

Selbst wenn jemand dorthin gelänge, er könne den Bach im Hombergsgraben nicht überwinden, da eine Brücke nicht mehr vorhanden sei. Im Jahr 2016 wurden 4000 Euro für einen neuen Steg in den Allendorfer Haushalt eingestellt. Dann wurde es still um die Brücke.

Anlässlich der Einweihung begab sich der Reporter auf Spurensuche. Von Peter Stein war zu erfahren, dass die ehemalige Holzbrücke vormals für die Climbacher der kürzeste Fußweg nach Treis gewesen sei. Aufgrund der hohen Luftfeuchte im Hombergsgraben ist das Bauwerk aber längst verschwunden.

Die Allendorfer Heimatkundler um Werner Heibertshausen haben das vermeintliche Problem unterdessen pragmatisch gelöst. Direkt oberhalb des Wasserhäuschens haben sie einen Pfad freigeschnitten, teils geschottert und drei quadratische Terrassenplatten aus Beton über das Bachbett gelegt. Gekostet hat diese Überquerung nur ein wenig Arbeit. Unweit des Bachübergangs steht nun auch ein Hinweisschild für das Wasserhäuschen.

Darüber hinaus soll eine ehemalige Brücke wiederhergestellt werden, die einst das Bauwerk von Climbacher Seite aus begehbar machte. Dafür hat die Stadt bereits 4000 Euro in den Haushalt eingestellt, und es werden weitere Fördermittel vom Denkmalamt beantragt. Hoffentlich geht das dies diesmal produktiver als 2016 aus. vh/FOTO: VH

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