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Allendorfer Ansichten von anno dazumal: Die Postkarte datiert aus 1906 und ist Teil der Ausstellung.

»Walk & Talk zum Nikelsdoag«

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Allendorf (pm/ik). Laternenumzug, Heimatabend, Krämermarkt und Altstadtfest, obendrein die Auflösung des gut gelüfteten Geheimnisses, wem die jüngste »Bärtzebürgerschaft« angetragen wird: Abermals müssen die Allendorfer auf die traditionsreiche Nikelsmarktwoche verzichten. Wie bereits 2020 gilt: Die nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen sind an den Markttagen nicht umzusetzen.

Erinnerung bewahrt

Ebenso interessanten wie kurzweiligen Ersatz für das abgesagte Altstadtfest gibt es am kommenden Sonntag, 31. Oktober, dank einer Initiative des Vereins Arbeitsgemeinschaft (AG) Heimatgeschichte Allendorf/Lumda. Erst im September waren die Verantwortlichen mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis 2021 in Wiesbaden ausgezeichnet worden (die GAZ berichtete).

In »Reunings Halle der Kunst« gibt es zunächst um 10 Uhr einen kleinen Empfang für geladene Gäste. Um 11 Uhr ist die Bevölkerung zur Eröffnung einer kleinen Kunstausstellung eingeladen - »damit der über 650 Jahre alte Nikelsmarkt nicht in Vergessenheit gerät«, wie Werner Heibertshausen für die AG erklärt. Gezeigt werden alte Postkarten aus Allendorf und den Stadtteilen Climbach, Nordeck und Winnen; sie stammen aus den Staatsarchiven Darmstadt und Marburg. »Es sind sehr alte Stücke dabei. Es lohnt sich, diese Postkarten anzusehen«, so Heibertshausen. Zudem stellen heimische Künstler ihre Werke aus. Die Ausstellung ist bis 18 Uhr geöffnet.

Das weitere Programm steht unter dem Motto »Statt Altstadtfest zum 651. Nikelsmarkt - Walk & Talk am Nikelsdoag« und findet in Kooperation mit dem Verein Lumdatalbahn statt. Um 13 Uhr startet die erste Altstadtführung (Walk) mit Edgar Reinhard alias Apotheker Welker junior, um 14.30 Uhr folgt der zweite Durchgang (Treffpunkt jeweils an der Grundschule; Teilnahme nur mit Anmeldung).

Im Anschluss beginnt ab 15 Uhr auf der neuen Terrasse der Gaststätte »Zum Bahnhof« der »Talk zum Nikelsdoag« mit Landrätin Anita Schneider, Vertreterin der Vereine Lumdatalbahn und »Neue Altstadt« sowie weiteren Gästen zum Thema »Wie sieht die Entwicklung in Allendorf und im Lumdatal aus, wenn die Lumdatalbahn reaktiviert wird?«; vorgesehen ist auch ein kleiner Prolog der Marktfrauen. Für die musikalische Umrahmung in dieser Runde sorgen Frank Mignon und Anita Vidovic.

Das Café »Lebenslust« (ehemalige Apotheke) gegenüber der Gaststätte bietet Kaffee, Kuchen und ein spezielles Gebäck an: Eisenbahnschienen. Auf dem Parkplatz der Grundschule in der Schulstraße wartet der Spielmannszug ab 14 Uhr mit einem Glühweinstand und Kinderpunsch auf Gäste, und in der Bahnhofstraße serviert der Partyservice Ziegelhütte »Anorfer Lohkuchen«, Rauchwurst im Roggenbrötchen und deftige Linsensuppe.

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