Vielfalt ist Trumpf

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Allendorf(vh). Der städtische Bauausschuss hat einstimmig eine Änderung der Feld- und Waldwegesatzung beschlossen. Die bislang gültige Version stammt vom Februar 1976. Eine Neuorientierung gaben die Mustersatzung des Landkreises Gießen und der Stadt Gladenbach. Sandra Henneberg (Grüne) sagte, was unbedingt textlich erfasst werden müsse, sei der Umgang mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie das Mulchen der Wegränder. Ulrich Krieb (CDU) legte Wert auf die Erwähnung der Grenzsteine. Die Vorfahren hätten früher eine Schnur von Stein zu Stein gespannt, um bei der Heuernte nicht fremdes Grün aufzunehmen.

Naturschutzbund-Fachmann Hans-Erich Wissner erläuterte, das erste Mulchen im Jahr solle im zeitigen Frühjahr geschehen und frühestens wieder ab Mitte August. Somit könnten sich die Blühpflanzen entwickeln und Nahrung für Insekten bieten. An gefährlichen Wegkreuzungen sei die Ausnahme von der Regel geboten.

Brunhilde Trenz (BfA/FDP) brachte die Hochwassergefahr ins Gespräch, wenn Gräben nicht gemulcht würden und sich das Regenwasser staue. Wissner wusste von einer Fachfirma in Kirchhain, deren Spezialmaschine mittels Druck- und Saugpumpe Durchlässe und Gräben rasch säubere. Außerdem beteilige sich die Jagdgenossenschaft an den Kosten für das Mulchen von Gräben zu 50 Prozent. Insofern soll nun auch die Jagdgenossenschaft die von Sandra Henneberg nochmals zu überarbeitende Wegesatzung zur Durchsicht erhalten.

Über die Endfassung stimmt der Bauausschuss erneut ab.

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