Stärker um Fördermittel bemühen

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Allendorf(pm/jwr). Welche Themen sind im Vorfeld der Kommunalwahl 2021 wichtig? Diese Frage stand im Vordergrund der Klausurvorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Allendorf/Lumda, an der auch die Fraktionsmitglieder teilnahmen.

Angesichts der laufenden Haushaltsberatungen sehen die Sozialdemokraten "eine große Kluft zwischen wünschenswerten, notwendigen und machbaren Investitionen". In einigen Bereichen könne man mit Blick auf die Zukunft aber nicht sparen. Ein Ziel: "Wir müssen uns mehr um Fördermittel für verschiedene Themenprojekte bemühen und sie nicht von vornherein mit der Begründung abblocken, dass diese immer auch eine finanzielle Beteiligung der Kommune beinhalten. Man muss es doch wenigstens versuchen." Künftig solle sich darum ein Parteimitglied federführend kümmern.

Stadtteile mit Bürgerbus anbinden

Die Diskussion um den Erhalt des Wohnhauses Lindengasse 16 habe gezeigt, dass es sinnvoll wäre, der Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Strukturförderung des Landkreises beizutreten. "Möglicherweise gäbe es dann auch Lösungen für die unschönen Leerstände in der Stadtmitte." Bislang war die Fraktion mit diesem Antrag gescheitert, will es aber erneut versuchen. Damit Allendorf lebenswert bleibe, brauche es auch ein attraktives Wohnangebot und optimale Verkehrsanbindung. "Deshalb ist für Allendorf die Reaktivierung der Lumdatalbahn ein vorrangiges Ziel", schreibt die SPD. Für die Anbindung der Stadtteile könne ein Bürgerbus hilfreich sein.

Auch das Stadtbild sei "ein Wohlfühlfaktor". Die Neugestaltung des Nouvionplatzes will die SPD nun vorantreiben, dazu gibt es auch einen Antrag der Grünen. Im Kita-Bereich sieht man die Stadt inzwischen auf einem guten Weg, Einsparungen in diesem Bereich werde die SPD aber "nicht zustimmen können". Weiter wollen die Allendorfer Genossen ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der CBES-Außenstelle Allendorf legen. In Gesprächen mit Vertretern der Schulgemeinde wolle man prüfen, "inwieweit die Außenstelle bei der fachbezogenen Lehrerzuweisung und der internen Schülerverteilung eventuell Nachteile in Kauf nehmen muss".

Zu unterstützen sei "die Bildung eines Jugendparlaments ebenso wie die Arbeit eines Jugendbeirats". Die Ernennung eines Jugendbeauftragten aus der Mitte des Parlaments könne sinnvoll sein. Auch für Seniorenangebote will man sich starkmachen. Nicht zuletzt ist es der SPD wichtig, einen Leitbildprozess anzustoßen, an dem die Bürger mitwirken.

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