Rechnungshof: Fusion als "Schlusspunkt"

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Allendorf (vh). Der Landesrechnungshof hat die Haushaltsstruktur 2018 von Allendorf/Lumda geprüft und dabei besonders auf ausgeglichene Gebühren geachtet und die Interkommunale Zusammenarbeit hervorgehoben. Jürgen Rausch, Finanzabteilungsleiter im Rathaus, erläuterte Einzelheiten. Wasser und Kanal seien laut Prüfungshof ausreichend bemessen. Die Friedhofs- und Kindergartengebühren sollten aber neu kalkuliert werden. Für den Bereich der Kitas sei die Berechnung "komplex".

Allendorf solle die Interkommunale Zusammenarbeit stärker betreiben. Zunächst sei die Leistung der Verwaltungen zu bündeln. Verwaltung sei heute derart vielschichtig, dass man jeweils Spezialisten für einen Teilbereich benötige. Der Rechnungshof stellte fest, dass Zusammenarbeit neben einer qualitativen Verbesserung auch Personal einsparen könne. Ausdrücklich nennt der Bericht das Adjektiv "langfristig".

Momentan bestehe bereits die gemeinsame Kasse von Allendorf und Rabenau. Gemeinsame Abteilungen sollten dem folgen. Letzte Vorstufe laut Rechnungshof wäre der Gemeindeverwaltungsverbund. Der Prüfbericht nennt als Schlusspunkt die Fusion beider Kommunen. Die sodann höhere Einwohnerzahl und stärkere Finanzkraft würde auch höhere Schlüsselzuweisungen generieren. Außerdem würde das Land Entschuldungshilfen in siebenstelliger Höhe gewähren. Laut Rechnungshof landet der Haushalt im Mittelfeld. Er sei weder besonders gut noch besonders schlecht (Bewertung: fragil).

Brunhilde Trenz (BfA/FDP) bezweifelte, dass eine Fusion automatisch höhere Finanzkraft bedeute. Allendorf müsse vorerst attraktiv bleiben für Ansiedlungen. Bürgermeister Thomas Benz (FW): "Wir haben Baulandnachfrage, aber keine Bauplätze". Ausschussvorsitzender Ralf Hofmann (FW) erinnerte an den Konsens im Stadtparlament, dass man Bauland benötige.

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