Das Lumdatal sucht seine touristische Identität. Eine Gemeinsamkeit, der autofreie Sonntag im Lumdatal (hier in Allendorf), fällt wegen der Corona-Krise aus. ARCHIVFOTO. VH
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Das Lumdatal sucht seine touristische Identität. Eine Gemeinsamkeit, der autofreie Sonntag im Lumdatal (hier in Allendorf), fällt wegen der Corona-Krise aus. ARCHIVFOTO. VH

Neue Impulse für den Tourismus

  • vonVolker Heller
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Allendorf(vh). Rabenaus Ortsteil Londorf war vormals ein anerkannter Luftkurort und eine beliebte Adresse für Erholungssuchende aus dem Ruhrgebiet. Heute suchen Rabenau und das gesamte Lumdatal neue Impulse für den Tourismus. Die Kommunen im Nordkreis wollen diesbezüglich einen Arbeitskreis installieren. Daran beteiligt sind neben Rabenau noch Allendorf/Lumda, Lollar, Staufenberg, Buseck und Reiskirchen. Der künftige Arbeitskreis trägt den etwas sperrigen Namen Gießener Lahntäler/Lahn-Lumda-Wieseck-Salzböde.

Damit die Sache nun auch in die Gänge kommt, soll ein sogenannter Kümmerer eingestellt werden. Diese Honorarkraft würde Vollzeit ab Sommer 2020 für zunächst zwei Jahre angestellt. Die Stelle wäre in der Gemeinde Rabenau einzurichten, weil Rabenau in Wiesbaden mittlerweile als besonders finanzschwach anerkannt wurde und daher 75 Prozent Fördergeld beantragen kann. Den Zuschuss zahlt das Leader-Programm der Europäischen Union.

Das Allendorfer Stadtparlament hat sich einstimmig dafür ausgesprochen. Der zu leistende Eigenanteil läge bei 2857 Euro jährlich, immer vorausgesetzt, alle Kommunen machten mit.

Ulrich Krieb (CDU) erinnerte vorwiegend an touristische Misserfolge. Heimische Spezialitäten habe es in den Gaststätten nie wirklich gegeben. Das Freizeitcamp auf dem Melmes in Rabenau sei abgewickelt worden. Die Zuwegung von Climbach zum sanierten Wasserhäuschen sei noch nicht hergestellt.

Kümmerer soll Ideen bündeln

Bürgermeister Thomas Benz (FW) warb für die von ihm ausgeguckte Bürgermeister-Radstrecke. Ralf Hofmann (FW) wollte "für das wenige Geld" den Schritt wagen. Brunhilde Trenz (BfA/FDP) meinte, Corona sei vielleicht eine neue Chance für den Tourismus. Trenz: "Heute haben wir etliche Übernachtungsmöglichkeiten." Tourismus sei so wichtig wie das Gewerbe. Sie meinte, man solle einen Wanderweg zu den Treiser Steinzeithöhlen ausschildern. Diese und andere Ideen solle der Kümmerer bündeln und weiterentwickeln, meinten Helmut Wißner (Grüne) und Brigitte Heilmann (SPD).

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