"Lumdatalhöfe"

"Lumdatalhöfe" in Allendorf/Lumda: Depant plant nur noch ein Gebäude

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Ursprünglich waren zehn Gebäude geplant, jetzt nur noch eins: Die Kreisbauaufsicht bestätigt, dass der Bauträger Depant einen Antrag für eine deutlich kleinere Variante des Projekts gestellt hat.

Der Wohnkomplex gegenüber dem Allendorfer Rathaus wird laut aktueller Planung deutlich kleiner als ursprünglich vorgesehen. Bürgermeister Thomas Benz (FW) bestätigte kürzlich gegenüber dieser Zeitung, dass der Gießener Bauträger Depant einen "abgespeckten Antrag" für das Projekt "Lumdatalhöfe" in der Kernstadt gestellt habe, nachdem er sich zuvor über Wochen nicht dazu geäußert hatte.

Ursprünglich zehn Häuser geplant

Die Pressestelle des Landkreises bestätigte dies am Donnerstag. Seit 4. März liege der Kreis-bauaufsicht eine neuer Bauantrag vor, mit einer Entscheidung darüber sei in Kürze zu rechnen. Ursprünglich hatte Depant im Februar 2018 ein Konzept mit zwei Mehrfamilienhäusern sowie acht Reihenhäusern vorgestellt.

Der neue Antrag sieht laut Kreisbauaufsicht statt dessen nur noch ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten vor. "Dieses umfasst Kellergeschoss, Erdgeschoss, erstes Obergeschoss sowie ein Staffelgeschoss. Die gemäß der städtischen Stellplatzsatzung erforderliche Schaffung von Parkplätzen sei im Antrag vorgesehen.

Über die Frage der Stellplätze hatte es im vergangenen Herbst Irritationen gegeben: Laut Satzung müssen für "Mehrfamilienhäuser und sonstige Gebäude mit Wohnungen" zwei Parkplätze je Wohnung bereitgestellt werden. Der Bauträger hatte dagegen nur einen Parkplatz je Wohnung vorgesehen und bei der Verwaltung den Antrag gestellt, von der Anwendung der Satzung befreit zu werden. Die Verwaltung hatte den Antrag der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt, die mehrheitlich gegen die Befreiung stimmte.

Keine Auskunft von Depant

Den Bauantrag hatte Depant zurückgezogen, wie im Dezember bekannt geworden war. Bürgermeister Benz sagte damals, er stehe "einer geänderten Planung aufgeschlossen gegenüber". Wie die Kreis-Pressestelle mitteilt, hat Depant diesmal eine Abweichung von der vorgegebenen Größe der Stellplätze beantragt: "Statt in der Satzung festgelegten 18 Quadratmetern soll die jeweilige Stellplatzfläche 15 Quadratmeter betragen."

Die Entscheidung darüber sei Sache der Kreisbauaufsicht. Weiter heißt es in der Antwort: "Gegen eine solche Abweichung spricht nach derzeitigem Stand nichts, zumal – als Vergleichsmaßstab – die Stellplatzsatzung der Nachbarkommunen Flächen von 12,5 Quadratmeter pro Stellplatz vorsehen."

Laut Auskunft des Landkreises können die Bauarbeiten beginnen, sobald die Genehmigung erteilt ist. Zum vorgesehenen Zeitplan für die Errichtung äußerte sich Depant am Donnerstag auf Anfrage nicht. Auf der Internetseite des Unternehmens ist von einem Gebäude mit zehn Wohnungen die Rede.

Die alten Gebäude auf dem Gelände – ein Wohnhaus sowie eine ehemalige Reinigungsmittelfabrik – waren im vergangenen Sommer abgerissen worden. Seither liegt das Grundstück brach.

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