Über den städtischen Anteil an den Betriebskosten für die drei Kindertagesstätten diskutierte der Finanzausschuss.	SYMBOLFOTO: PAD
+
Über den städtischen Anteil an den Betriebskosten für die drei Kindertagesstätten diskutierte der Finanzausschuss. SYMBOLFOTO: PAD

Konkrete Beträge statt Pauschale

  • vonVolker Heller
    schließen

Allendorf (vh). Während die Fraktionen im Allendorfer Finanzausschuss über den Haushalt 2021 berieten, kam auch der Bereich Kindertagesstätten zur Sprache. Träger der drei Kitas Kernstadt, Nordeck-Winnen und Wald-Kita Nordeck ist die Lebenshilfe Gießen.

In diesem Jahr beteiligt sich die Stadt mit insgesamt 985 000 Euro an den Betriebskosten. Die Lebenshilfe hat einen Fahrdienst eingerichtet, womit hauptsächlich die Kinder aus Climbach zu den Kitas gebracht werden. Von den Betriebskosten fallen gut 3000 Euro dafür ab. Ulrich Krieb (CDU) führte nun aus, man solle den Vertrag der Stadt mit der Lebenshilfe generell »nachschärfen« und darüber nachdenken, ob dieser Bus weiter gefördert werden könne.

Neuer Vertrag?

Jürgen Rausch, Hüter der Finanzen im Rathaus, stellte fest, die Sache mit dem Bus sei wohl »ein Problem«. Allerdings solle das Parlament darüber entscheiden, es tagt am 15. Februar. Wie Bürgermeister Thomas Benz (FW) erläuterte, werde der Lebenshilfe-Bus ebenso für Ausflugsfahrten genutzt. Eben dafür stehe auch das City-Mobil zur Verfügung.

Helmut Wißner (Grüne) forderte, »wir brauchen einen neuen Vertrag«. Zweifellos leiste die Lebenshilfe »gute Arbeit«, aber im Vertrag seien die Kosten genau festzulegen. Eben das fehle bisher. Brunhilde Trenz (BfA/FDP), die stellvertretende Sitzungsleiterin, wusste, dass Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald und die Bereichsleiterin Kindertagesstätten, Dr. Rebecca Neuburger-Hees, schon ihre Gesprächsbereitschaft signalisiert hätten. Benz stellte klar, der jetzt bestehende Vertrag sei natürlich einzuhalten, dieser könne bestenfalls nachverhandelt werden. Ein neuer Vertrag sei erst nach Ablauf des aktuellen möglich.

Trenz machte schon mal einen Verbesserungsvorschlag: »Wir müssen von Pauschalen weg zu konkreten Kostenbeiträgen«. Wißner gab das Gerücht zur Kenntnis, die WaldKita in Nordeck sei wohl unrentabel. Krieb wiegelte entschieden ab. Es sei quasi umgekehrt. Das Interesse an Wald-Kita-Plätzen sei sogar größer, als die Anfrage bei den regulären Einrichtungen. Benz sagte, jene Eltern, die sich für eine Wald-Kita entschieden, täten das dezidiert. Nicht jedes Kind sei für diese Unterbringung geeignet. Der Finanzausschuss billigte das städtische Budget der Lebenshilfe mit vier Jastimmen. Es gab zwei Enthaltungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare