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Mehr Verkehr auf die Schiene: Die Reduzierung des Individualverkehrs im Lumdatal ist ein Aspekt des vorgeschlagenen Maßnahmenpakets.

Klimaneutrales Lumdatal

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Allendorf/Lollar/Rabenau/Staufenberg (pm). Die Kommunen des Lumdatals können auf dem Weg zur Erreichung der Pariser Klimaziele eine Vorbildfunktion einnehmen. Gerade im ländlichen Raum können gezielt Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und eine klimafreundliche Verkehrsstruktur angestoßen und realisiert werden.

Das sagen die Sozialdemokraten Brigitte Heilmann (Allendorf/Lumda), Roland Bätzel (Rabenau), Bernd Maroldt (Lollar) und Reiner Mehler (Staufenberg) und hoffen auf die Unterstützung der Bürger.

Wald naturnah bewirtschaften

Sie haben mit weiteren SPD-Vertretern aus den Lumdatalkommunen in einer Online-Konferenz über »dieses wichtige Zukunftsthema« gesprochen. Gemeinsames Ziel sei ein klimaneutrales Lumdatal bis zum Jahr 2035.

Dafür sei es nötig, dass die Bewohner in den Kommunen nur noch ein klimaverträgliches Maß, also weniger als zwei Tonnen CO2 je Einwohner und Jahr, an Treibhausgasen verursachen. Dafür müsse in jeder Kommune eine Treibhausgasbilanz erstellt werden.

Mit Wärmedämmung an öffentlichen und möglichst vielen privaten Gebäuden, Austausch alter Öl- und Gasheizungen durch Pelletheizungen oder Wärmepumpen und eine Komplettumrüstung auf LED-Technik könnten »Meilensteine« gesetzt werden, so die SPD-Vertreter.

Auch ökologische Gesichtspunkte und die Minimierung des Flächenverbrauchs seien besonders zu beachten. Deshalb müsse bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen die innerstädtische Entwicklung Vorrang haben. Gewerbeflächen könnten am besten interkommunal geschaffen werden. Die Staufenberger Beteiligung am gemeinsam mit der Stadt Marburg und der Gemeinde Ebsdorfergrund betriebenen Gewerbegebiet in Heskem belege dies ebenso wie das beschlossene Gewerbegebiet von Allendorf/Lumda, Rabenau und Grünberg.

Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes gehört auch eine Reduzierung des Individualverkehrs. Dafür müsste die Anbindung der Lumdatal-Gemeinden an den öffentlichen Nahverkehr verbessert werden.

Ein weiteres Thema sei der Erhalt und die Aufforstung der Waldflächen. Eine naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung müsse im Vordergrund stehen, die Wälder mit »klimaangepassten Gehölzen« umgebaut werden.

Die Sozialdemokraten wollen für die Umsetzung die Bürger einbeziehen und mit allen gesellschaftlichen Gruppen in den Kommunen in den Dialog treten. Durch Ausloten von Fördermaßnahmen und Anbieten von fachlichen und finanziellen Hilfen wie Zuschüsse der Kommunen könne die Bereitschaft zur Energieeinsparung und der Umstieg auf erneuerbare Energien gefördert werden. Dabei werden Klimaschutzbeauftragte eine zentrale Rolle spielen.

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