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Das Hollywood-Mischpult und das Stelldichein der Rockmusiker in Reiskirchen

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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Nun ist er auf der Zielgeraden: Jahrelang ist Peter Volland (Foto, vorn), Rocksänger mit Wahlheimat in Allendorf/Lumda, solo mit Akustikgitarre durch die Republik getourt. Zwischendurch hat er mal eben so CDs produziert. »Stormwind«, das neue Album, ist seit 2018 in der Mache - und nun kurz vor Vollendung.

Nachdem die Grundlagen für die elf neuen Songs mit Gitarre und Gesang gelegt waren, fiel die Entscheidung, eine Rockplatte im Stil der 70er und in kompletter Besetzung zu machen: Balladeske wie kernige Klänge, englische Texte, überwiegend analoge Produktionsweise auf internationalem Studiolevel und mit einem zeitgemäßen Touch inklusive. In mehreren Zyklen wurden die Arrangements mit hochkarätigen Musikern abgestimmt und eingespielt.

Vom südlichsten Zipfel Deutschlands reiste Gianna Nannini-Schlagzeuger Moritz Müller an. Auch Top-Drummer Daniel Schild aus Alsfeld steuerte wichtige Parts bei. Dieser Tage nun gesellte sich auch der im Norden lebende Scorpions-Percussionist PiTTi Hecht (2. v. r.) dazu; er dürfte als Dozent vor allem Studenten der Gießener Musikakademie RPJAM ein Begriff sein.

Damit nicht genug: Mit dem aus mehreren großartigen Bands bekannten Bassisten Willy Wagner (Foto hinten; u. a. Bobby Kimball, Rio Reiser) und dem Hamburger Gitarrenmagier Marcus Deml (z.B. Kingdom Come, Blues Poets) wurden die passenden Saitenvirtuosen mit dem Songmaterial betraut.

Die überwiegende Studioarbeit für das Album erfolgte bei »No Limit« in Reiskirchen unter der Ägide von Tonmeister Jürgen Zimmer (3. v. r.). Im Zuge eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses gab es dort die für die Fachwelt verblüffende Integration eines legendären Neve-Mischpultes. Überführt aus den USA, handelt es sich dabei um die Original-Konsole, auf der nicht weniger als die Hollywood-Filmklassiker »Titanic«, »König der Löwen« und »Apollo 13« produziert wurden. Als Album-Titel stand »Stormwind« für Peter Volland bereits vor der aktuellen Krise fest. Die Texte einzelner Lieder zielen mitten hinein in den Komplex drängender Weltfragen. Kostprobe gefällig? Eine Unplugged-Version des Mutmacher-Songs »Face of peace (don’t cry)« ist bei YouTube hochgeladen. Eine Hörprobe des Pre-Mixes »Love in lies« kann auf der Seite www.petervolland.de angeklickt werden. Mit der Veröffentlichung der neuen CD ist - nach den verschiedenen Produktionsgängen - gegen Ende des Jahres zu rechnen. bf/FOTO: BF

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