+
Die Stadt sucht einen neuen Betreiber für das Allendorfer Bürgerhaus samt Gaststätte. ARCHIVFOTO: DHE

Gaststätte

Hoffnung auf dauerhafte Lösung im Allendorfer Bürgerhaus

  • schließen

Seit Oktober hat das Allendorfer Bürgerhaus keinen Pächter mehr, nun hat die Stadt den Betrieb neu ausgeschrieben. Auch die Fraktionen äußern Ideen, um die Einrichtung attraktiver zu machen.

Zum 30. September war der Vertrag zwischen dem bisherigen Bürgerhauspächter in Allendorf und der Stadt aufgelöst worden. Laut Bürgermeister Thomas Benz eine Entscheidung "in beidseitigem Einvernehmen", obwohl der scheidende Pächter sich öffentlich über mangelnde Unterstützung seitens der Kommune beklagt hatte. Benz widersprach dem. Jedenfalls ist die Gaststätte seither geschlossen.

Nun hofft die Kommunalpolitik auf eine neue, dauerhaftere Lösung für den Betrieb des Bürgerhauses, nachdem die Pächter in den vergangenen Jahren mehrmals gewechselt hatten. Seit Anfang Januar sucht die Stadt offiziell nach einem neuen Pächter oder einer neuen Pächterin. Laut Ausschreibung sollte diese Person gastronomische Erfahrungen auch für größere Veranstaltungen mitbringen und über eine Ausbildung in diesem Bereich verfügen. Außerdem erhofft sich der Magistrat von den Bewerbern der Ausschreibung zufolge "Ideen und Visionen über eine moderne Führung einer Gaststätte mit angrenzenden Veranstaltungsräumen sowie Motivation, gemeinsam mit uns neue Wege zur Belebung des Bürgerhauses Allendorf zu gehen".

Doch wie sollen diese neuen Wege konkret aussehen? Fest steht: Für Gastronomen bietet der Betrieb der Gaststätte samt Kegelbahn und Sälen Perspektiven, bedeutet aber auch ein gewisses Risiko. Gerade bei privaten oder Vereinsfeiern steht das Bürgerhaus als Veranstaltungsort in Konkurrenz zu anderen Lokalen und Vereinsheimen.

Nachdenken über Gebührenordnung

Bereits im Oktober hatte der Bürgermeister gesagt, man müsse "in alle Richtungen denken", um den Betrieb für Pächter und die Nutzung für potenzielle Mieter künftig attraktiver zu gestalten. Es gelte auch, über Änderungen der Nutzungs- und Gebührenordnung nachzudenken.

Allmählich nimmt das Thema in der Kommunalpolitik Fahrt auf: Ende November hatten die Stadtverordneten einstimmig für einen Antrag der Freien Wähler votiert. Demnach sollen bis Februar/März die Nutzungs- und Gebührenordnung sowie das Nutzungskonzept neu gefasst werden. Dafür hatte sich im Vorfeld auch die CDU ausgesprochen und zudem darauf gedrungen, endlich eine behindertengerechte Toilette zu installieren. Außerdem sei es notwendig, im Zuge der brandschutzrechtlichen Ertüchtigung der Einrichtung die Kommunikationstechnik auszubauen. Ein schon vorhandener Beamer reiche nicht aus.

Attraktivere Gestaltung gefordert

Auch in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten am 27. Januar wird es um Ideen für eine attraktivere Gestaltung des Bürgerhauses gehen. Auf der Tagesordnung steht ein Antrag der Grünen-Fraktion. Demnach soll der Magistrat prüfen, zu welchen Konditionen der Vorplatz der Bürgerhaus-Gaststätte in Richtung des Festplatzes so gepflastert werden könnte, dass Regenwasser versickert. Auch die Kosten für eine Elektro-Ladesäule sollen nach dem Willen der Grünen ermittelt werden.

Unterdessen hofft man im Rathaus darauf, dass im Inneren des Gebäudes nebenan bald wieder Leben einkehrt. Laut Hauptamtsleiterin Christina Fricke hat es in der Vergangenheit ab und an Initiativbewerbungen von Pacht-Interessenten gegeben. Auf das kürzlich veröffentlichte Gesuch habe sich aber bislang noch niemand beworben.

Sofern Interessenten sich melden, sieht das Prozedere laut Fricke folgendermaßen aus: Die Interessenten erhalten Gelegenheit, sich die Räumlichkeiten anzusehen, letztlich entscheidet der Magistrat über konkrete Bewerbungen. Man wolle offen in die Verhandlungen gehen. "Geplant ist, das Bürgerhaus neu zu beleben", sagt Fricke, "es wäre schön, wenn man einen Pächter findet, der dazu bereit ist".

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare