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Mark Weinmeister (l.) mit Vertretern der AG (v. l.): Peter Stein, Werner Heibertshausen und Thomas Benz.

Historisches Erbe der Region bewahren

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Allendorf (pm). Die Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf/Lumda ist für den diesjährigen Ehrenamtspreis im Hessischen Denkmalschutz nominiert. Dies nahm Europastaatssekretär Mark Weinmeister zum Anlass, dem Verein einen Besuch abzustatten.

Dabei wurde das Wasserhäuschen in Climbach besichtigt. Es steht stellvertretend für die zahlreichen Projekte der AG. Diese arbeitet mit viel Engagement, Fachverstand und Leidenschaft dafür, alte Bauten, Brunnen, Brücken oder Wasserhäuser unter Denkmalschutz stellen und sie damit in ihrem alten Glanz aufleben zu lassen.

»Hier geht es nicht nur um ein bestimmtes Projekt. Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft erstreckt sich über die ganze Bandbreite der Heimatgeschichte. Dabei sind neben der Archivarbeit besonders auch die Begegnung mit Bürgern und Gespräche mit interessierten Menschen wichtiger Bestandteil der Arbeit«, sagte Weinmeister.

Objekte der Identifikation

Gerade wenn es um die Denkmalpflege geht, sei man auf die Unterstützung des Umfeldes angewiesen, so der Europastaatssekretär. »Da geht es um Bauvorschriften, Kosten und andere Bedenken. Es ist deshalb richtig, Denkmalschutz und Heimatgeschichte mit Begegnung, Erzählung und Information über die Objekte zu verbinden.« Mit Vorträgen, Ausstellungen und Zeitungsberichten sorge der Verein dafür, ein Bewusstsein für die Denkmäler zu schaffen.

»Ich bin echt beeindruckt, was hier in den letzten Jahren erreicht worden ist. Der Rückkauf und die Sanierung der alten Kirchturmuhr von 1892, die große Ausstellung des Malers und Kirchenrestaurators Karl Faulstich aus Allendorf, die Unterschutzstellung der alten Bruchsteinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, der alte Dorfbrunnen, der bei Bauarbeiten gefunden wurde, oder die Sanierung der Climbacher Wasseranlage mit der Technik aus dem Jahr 1908«, listete Weinmeister auf. Die AG rette mit ihrer Arbeit »ein Stück historisches Erbe in der Region«.

Der Verein belebe jedoch nicht nur Historisches Neu, sondern leiste auch etwas für die Gemeinschaft vor Ort. Mit jedem Projekt, jeder Sanierung, jeder Ausstellung erhalte Allendorf neue Identifikationsobjekte. »Wenn man später an der Wasseranlage oder einer sanierten Brücke vorbeikommt, dann erinnern sich die Vereinsmitglieder, aber auch die vielen Helfer, welches ehrenamtliches Engagement und wie viel Arbeit in die einzelnen Projekten eingeflossen sind«, sagte Weinmeister abschließend.

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