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Für zahlreiche Lacher sorgt die Laienspielgruppe der Kirchengemeinde mit ihrem Stück "Doppelmord auf dem Sonnenhof".

Heiterkeit und "Doppelmord"

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Allendorf (vh). Allerbeste Unterhaltung bot der Heimatabend des 649. Allendorfer Nikelsmarktes im gut besuchten Bürgerhaus in der Bahnhofstraße. So viel vorneweg: Aus dem Allendorfer Kurt Schneider wurde ruckzuck ein Bärtzebürger. Dafür brauchte es nur die berühmte Wollmütze, eine Urkunde und die Laudatio. Bürgermeister Thomas Benz brachte sich in Position und den Uhrmachermeister und Chorleiter sodann in den Ehrenstand. Ihm assistierten bei der Einführung in das besondere Allendorfer Ehrenamt die Marktfrauen Ursula Hofmann und Renate Becker sowie Pastor Tobias Lehnhard von der FEG Lumdatal, der auch durch den Abend führte.

Ette und Lilly vorwitzig und frech

Von den "Voices of Harmony", Frauenchor und einziger Klangkörper des Gesangvereins Eintracht Allendorf mit Chorleiter Armin Plewa-Moormann, gab es hörenswerte Liedvorträge, wobei der Schwerpunkt auf der Huldigung von Frauenbildern lag: "Wunder gibt es immer wieder", "Girls, Girls, Girls", "Skandal im Sperrbezirk" und "Que Sera". Die Gesangsqualität überzeugte das Publikum, der Chor sollte am Ball bleiben.

Zum Quietschen komisch war das Zwiegespräch von Ette und Lilly, vielmehr noch die Anzüglichkeiten von Lilly mit dem Bürgermeister und anderen aus dem Saal. Egbert "Ette" Brede aus Lippetal begann seine Karriere als Bauchredner im Hovestädter Karneval und ist heute als Profi-Bauchredner bundesweit unterwegs. Lilly ist immer vorwitzig und frech, aber stets anspruchsvoll.

Die Marktfrauen brachten in ihrem Mundart-Prolog die besten Geschichten unters Volk, die bis dahin in diesem Jahr passiert waren. Das Theaterstück "Doppelmord auf dem Sonnenhof" der Laienspielgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Allendorf sorgte für ausgesprochen viel Heiterkeit. Diesmal verlief die Handlung zügiger als im vergangenen Jahr. Der gewählte Zeitrahmen passte besser.

Ausganspunkt des Stücks ist der vorherige Ausbruch eines Schwerverbrechers aus dem Butzbacher Gefängnis. Ein verdächtiger Anhalter wurde zwischen Mainzlar und Treis gesehen. Auf dem Sonnenhof geht die Furcht um. Mehr zum diesjährigen Nikelsmarkt auf Seite 33.

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