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ALLENDORFER RATHAUS SANIERUNGSBEDÜRFTIG - Das Rathaus in der Bahnhofstraße soll auf Raten saniert werden. Angefangen mit dem Dach, käme der Eingangsbereich an die Reihe, außerdem die Gebäudeelektrik und der Brandschutz (Fluchtwege). Aufgrund von Engpässen im Handwerk (Zimmerer) ist ein Sanierungsbeginn noch in diesem Jahr allerdings fraglich. vh/Foto: vh

Haushaltsausgleich 2021 wird schwierig

  • vonVolker Heller
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Allendorf (vh). Zum zweiten Mal hat der Allendorfer Haupt- und Finanzausschuss den städtischen Haushalt 2021 beraten. Über die Änderungswünsche der Fraktionen wurde am Montagabend diskutiert und abgestimmt. Mit den drei Stimmen der Freien Wähler und der BfA/FDP wurde ebenso der Haushaltsplan einschließlich Investitionsprogramm, Sicherungskonzept und Stellenplan beschlossen.

Von den Grünen kam eine Neinstimme, die CDU enthielt sich und die SPD hatte keinen Vertreter geschickt.

Weitere Finanzhilfe vom Bund erhofft

Allerdings muss Finanzchef Jürgen Rausch die finanziellen Veränderungen noch einrechnen. Bis dahin steht im ordentlichen Ergebnis ein Fehlbetrag von gut 200 000 Euro. Vor allem kalkulierte der ursprüngliche Haushaltsplan mit einer Anhebung der Grundsteuern A und B von bisher 575 Hebesatzpunkten um 80 auf sodann jeweils 655 Punkte.

Für einen ausgeglichenen Haushalt hätten beide Grundsteuern theoretisch auf 735 Hebesatzpunkte angehoben werden müssen. Dies hatte jedoch keine Fraktion beantragt. Es war lediglich ein informeller Hinweis in der Vorlage von Rausch. Manuel Sult (FW) sprach hinsichtlich der Corona-Pandemie von seiner Erwartung auf weitere Finanzhilfen durch Bund und Land.

Brunhilde Trenz (BfA/FDP) äußerte die Hoffnung, dass die Einnahmenseite sich noch verbessern könnte. Aus Gesprächen wisse sie, die Allendorfer Bürger wollten zwar die Haushaltskonsolidierung, jedoch nicht die Erhöhung der Grundsteuer. Ulrich Krieb (CDU) erkannte das redliche Bemühen der Stadtverwaltung um den Haushaltsausgleich. »Heute haben wir (der Ausschuss) noch ein bisschen gespart.« Man solle den Hebesatz belassen.

Sandra Henneberg (Grüne) plädierte eindeutig für die Erhöhung auf 655 Punkte. Keine Veränderung vollziehen, das sei im ersten Moment womöglich der bequemere Weg, aber, so die Parlamentsvorsitzende: »Wir können die Kosten nicht vor uns her schieben, sonst machen wir wieder Schulden.«

Rausch deutete mit Verweis auf Corona an, die im Haushaltsentwurf eingestellte Gewerbesteuer (800 000 Euro) falle voraussichtlich um 200 000 Euro niedriger aus. Außerdem werde die Rückzahlung von Kindergartengebühren wohl 40 000 Euro ausmachen.

Rausch erwähnte, es gebe wohl pandemiebedingte Kriterien für einen defizitären Haushalt. Welche das sind, ob jene auf Allendorf zutreffen und welche Finanzhilfe vielleicht noch zu erwarten ist, das konnte er an diesem Sitzungsabend indes nicht mitteilen. Das Allendorfer Stadtparlament berät den Haushaltsentwurf 2021 am kommenden Montag, 15. Februar, um 18 Uhr im Bürgerhaus.

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