Großteil ohne Parteibuch

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Allendorf(pm). Die gemeinsame Liste der Bürger für Allendorf und der FDP zur Kommunalwahl wurde nun vorgestellt. Von 22 Bewerbern besitzen nur vier ein FDP-Parteibuch, der Rest besteht aus parteilosen, aber im örtlichen Leben engagierten Bürgern.

Eines der zentralen Wahlkampfthemen sollen die Straßenausbaubeiträge sein. "Unsere Position ist, dass das Land einen erheblichen Beitrag zu den Kosten der grundhaften Erneuerung von Gemeindestraßen, ähnlich wie bei Landes- und Kreisstraßen, beizutragen hat", sagt Brunhilde Trenz. "Es kann nicht sein, dass die Kommunen mit den Kosten alleingelassen werden, zumal die Öl- und Benzinsteuer sowie die KfZ-Steuer überregional vereinnahmt werden."

Die Innenstadt soll zudem belebt, gleichzeitig jedoch Baugebiete ausgewiesen werden. Zudem unterstützen BfA/FDP die Reaktivierung der Lumdatalbahn. "Wir sehen hier eine Chance für die Weiterentwicklung von Allendorf", sagte Trenz. Bisher seien der Stadt Allendorf dafür keine Kosten entstanden.

Sobald das Konzept der Lumdatalbahn mit Zahlen untermauert ist und eventuell hohe finanzielle Belastungen auf die Stadt Allendorf zukommen, wollen BfA/FDP eine Bürgerbegfragung auf den Weg bringen, damit die Menschen vor Ort entscheiden können, ob sie die Bahn wollen.

Ideologie soll keine Rolle spielen

Kritisch sieht die Liste das hohe Minus bei der Waldbewirtschaftung: Geplante 150 000 Euro Minus für 2021 könne sich die Kommune nicht dauerhaft leisten. Daher will die BfA konkrete Vorstellungen für die künftige Waldbewirtschaftung erarbeiten.

Trenz untermauerte, dass es bei der Kommunalpolitik stets um das Ringen über die bestmögliche Entscheidung gehen muss: "Die Ideologie hat hier keine Rolle zu spielen." Daher wolle man die Impulse der Bürger in die Politik mitnehmen.

Mit der Kandidatenliste zeigte sie sich sehr zufrieden, es werde jedem Bürger ermöglicht, ohne Barrieren kommunalpolitisch mitzuarbeiten. Die Kandidaten stammten aus verschiedenen Schichten und Berufsgruppen.

Auf den ersten sieben Plätzen der Bewerberliste für die Allendorfer Stadtverordnetenversammlung kandidieren Brunhilde Trenz, Reiner Placzko, Lothar Claar, Manfred Poschmann, Sören Conrad, Bianca Werther und Katharina Haiser. Die Spitzenkandidatin für den Ortsbeirat Climbach ist Uschi Poschmann, gefolgt von Andrea Klehm geb. Burk.

Weg zu Steinzeithöhlen

Im Rahmen der Listenversammlung berichtete Trenz zunächst über die Arbeit der Fraktion im Stadtparlament. Ein jüngster Erfolg sei gewesen, dass man im Pachtvertrag für den Steinbruch die Voraussetzung für einen Wanderweg zu den sogenannten Treiser Steinzeithöhlen geschaffen habe. Zudem habe man die Ziele erreicht, jedem Kind einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen sowie eine Bürgerfragestunde jeder Sitzung voranzustellen. Dadurch könne jeder Allendorfer Fragen an die Verwaltung und den Bürgermeister Thomas Benz stellen.

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