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Christel Reeh und Jochem Schomber haben die Spendenaktion für die Brandopfer initiiert.

Große Hilfsbereitschaft in Allendorf

Über 12 500 Euro Spendengelder kamen bisher für die Opfer des Brandes vom 2. Januar in Allendorf zusammen. Mittlerweile wurde mit dem Geld den Geschädigten bereits geholfen, etwa bei der Beerdigung der beiden verstorbenen Kindern oder der Anschaffung von Gebrauchsgegenständen – verloren die Bewohner durch das Feuer doch alles Hab und Gut.

Allendorf/Lumda (pad). 29 Tage ist es her, dass der verheerende Brand in der Allendorfer Lindengasse zwei Menschenleben forderte (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete). Nur wenige Tage später riefen engagierte Bürger eine Spendenaktion ins Leben. Mittlerweile sind 12 515 Euro aus ganz Deutschland auf das Spendenkonto eingegangen, von denen ein Teil bereits den Brandopfern zugute kam.

In den Medien, unter anderem dieser Zeitung und den Allendorfer Mitteilungen, hatten Jochen Schomber und Christel Reeh zu Spenden aufgerufen. Schomber hatte bereits in 2013 in Allendorf eine Hilfsaktion für ein durch einen Taifun auf den Philippinen zerstörtes Kinderdorf in Allendorf initiiert. Reeh ist Schiedsfrau und für das Diakonische Werk tätig. "Wenn so etwas direkt vor der eigenen Haustür passiert, will man etwas tun", beschrieb Schomber die Stimmung in der Stadt an der Lumda. "Jeder Euro kommt 1:1 bei den Brandopfern an."

Hilfe aus ganz Deutschland

Zahlreiche Spenden gingen innerhalb der kommenden Tage ein – und zwar aus der ganzen Bundesrepublik. "Die Feuerwehren haben von Nord- bis Süddeutschland den Aufruf auf Facebook geteilt", sagte Schomber. Selbst aus Kiel habe er Anrufe bekommen. Gleichzeitig hätten einige Feuerwehren im Kreis den Erlös ihrer Weihnachtsbaumsammlung – etwa Wetterfeld – für die Brandopfer gespendet. Gerade im Landkreis sei die Resonanz groß gewesen, haben "viele von außerhalb und auch ausländische Mitbürger" gespendet, die keinen direkten Bezug zu Allendorf haben.

Für die Brandopfer ist diese Unterstützung eine unglaubliche Hilfe, erklärte Reeh. Denn sie merken, dass sie in ihrer Situation nicht allein gelassen werden. Sowohl die Oma der beiden Kinder als auch ein im zweiten Stockwerk lebendes Ehepaar haben durch das Feuer alles verloren. Während die Großmutter sich noch in der Klinik befindet, hat das Ehepaar mittlerweile eine neue Bleibe gefunden. Von den Spenden werden sie nun darin unterstützt, diese wieder einrichten zu können, etwa einen Kühlschrank oder Matratzen zu kaufen.

Der Familie der verstorbenen Kinder griff man bei der Beerdigung unter die Arme. Dabei meldete sich ein Steinmetz aus dem Ostkreis bei Reeh, der zusagte, die Grabeinfriedung als auch den Stein kostenfrei zu übernehmen.

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