"Es geht um die Härtefälle"

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Allendorf (mmf). Gerade als älterer Mensch günstig von A nach B zu kommen, ist in Allendorf mitunter teuer. Eine Fahrt mit dem Linienbus zum MedZentrum hin und zurück kostet vier Euro. Über die Einführung eines kostenfreien oder eines Niedrigpreistickets wurde bei der Sozialausschusssitzung am Donnerstag beraten.

Die Fraktion BfA/FDP hatte bereits im vergangenen Jahr einen Antrag dazu gestellt. Bürgermeister Thomas Benz (FW) wies darauf hin, dass der RMV wohl keine vergünstigten Tickets herausgeben würde, die Kommune müsse dafür Gelder bereitstellen. Auch die Stadt Gießen habe das bereits probiert und sei gescheitert, sagte Ulrich Krieb (CDU). "Wir sehen das kritisch", sagte Krieb. Die Kosten von 2,10 Euro für eine einfache Fahrt sehe er als gerechtfertigt, um eine Versorgung von öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Land zu gewährleisten.

Zudem gebe es laut Krieb bereits ein Seniorenticket. Für 365 Euro im Jahr könne man so viel fahren wie man wolle. "Für die, denen die zwei Euro zu viel sind, sind auch die 365 Euro zu viel", hakte Ausschussvorsitzende Brigitte Heilmann (SPD) ein. "Die älteren Leute lassen sich fahren. Enkel oder Angehörige werden mobilisiert", sagte wiederum Krieb. Er sehe keinen Grund, warum die Gemeinschaft belastet werden solle.

"Es geht um die Härtefälle", sagte Benz. Um die, die niemanden zum Fahren hätten. Heilmann sprach von einem Signal an die Bevölkerung. Man könne Informationen einholen und diese weitergeben. Dem stimmte auch Manfred Poschmann (BfA/FDP) zu.

Mit einer Enthaltung stimmte der Sozialausschuss dafür, den Antrag für ein kostenfreies bzw. ein Niedrigpreisticket für die innerörtliche Busfahrt an den Magistrat weiterzugeben.

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